Alles halb so wild…

… im umgeplanten Ostseeresort Olpenitz sorgten zuletzt die zehn neu angedachten bis zu 18 m hohen Hallen für Erstaunen – und erste Verunsicherung.

Diskussionen folgten, die Begeisterung fiel nicht überall groß aus, als klar wurde, dass diverse Highlights der ersten Planungen nicht realisiert und statt dessen ersetzt werden würden. Der angedachte Multifunktionsfreizeithügel -ein wahrer Dinosaurier der Entstehungsgeschichte des Resorts– fiel inzwischen gänzlich als „schwer zu finanzieren, schwer zu realisieren“ unter den Tisch.

Die Angst, Olpenitz wandle sich nun von einem Erholungsgebiet zum reinen Wirtschaftsstandort, hebelte Per Balrlag Arnholm nun aus:
Alles halb so wild…

Per Barlag Arnholm erklärte auf Anfrage dieser Zeitung nun:
„Ich kann die Kritik nachvollziehen – wenn man die Planung nicht so genau kennt.“
Und mit entspannter Stimme schob der geschäftsführende Gesellschafter der Helma Ferienimmobilien GmbH, Eigentümerin des Ostsee-Resorts, hinterher:
„Das wird wirklich nicht so wild.“

Tatsächlich sorgen die Umplanungen für Freude beim Geschäftsführer der Helma Ferienimmobilien GmbH, der sich positiv zu den Neuerungen äussert – und dabei ähnlich argumentiert, wie die Vorgänger des „Port Olpenitz“, als es -neulich vor 6 Jahren- unter andere Leitung ebenfalls nur in eine Richtung gehen sollte:
Bergauf!

Den Umstand, dass die Promenade des Resorts aufgrund der Umplanung mit einer Klappbrücke ausgestattet werden müsste, nennt Arnholm „ein kleines Highlight“, das schön anzusehen sei. Auf einer langen Promenade ohne Unterbrechung könne man sich auch schnell verloren fühlen. „Deshalb brauchen wir so etwas wie eine Brücke, Cafés und Shops“, sagt der Helma-Geschäftsführer. „Das bringt Leben in die Anlage.“ Dafür könnten außerdem ein Minigolfpark und ein Klettergarten sorgen – weitere Gedanken, mit denen Arnholm spielt und die zusätzliche Gäste anlocken sollen.

Quelle: Schleibote, 6.6.2015

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Gigantismus – handgemacht…

…in Kappeln.

Unbenannt

Olpenitz wird neuer, besser, schöner, größer und anders, als alles andere vorher.
Könnte stimmen, wenn die Stadt Kappeln die Realisierung der neuesten Investorenpläne forsch wie gewohnt abnickt.
Das Erscheinungsbild des Hafens dürfte sich dabei etwas von dem verändern, was 5 Sterne Luxuskunden sich in ihren Millionendomizilen ersehnt haben:

„Das ist der Wechsel von einem ökologischen Hügel mit touristischer Qualität zu Flugzeug-Hangars“, meinte Ancker.

Tatsächlich gibt es Neues:

Dagmar Ungethüm-Ancker (CDU) meinte, dass der alte B-Plan einen höheren touristischen Mehrwert hatte. „Jetzt bekommt das mehr Züge eines reinen Wirtschaftsstandorts“, fand die Bürgervorsteherin. In Kappeln habe man kein Schwimmbad mehr und auch keinen Indoorsport. Ungethüm-Ancker: „Olpenitz sollte sich so weiter entwickeln, dass es etwas Besonderes ist, außer gigantisch.“

Der übliche Handlungsstrang und Diskussionsinhalt der Kappelner Stadtvertreter angesichts dieses Wandels lässt schon einmal einen Blick in die Zukunft zu:

SPD-Fraktionschef Rainer Moll räumte ein, dass man diese Größenordnungen zu Wasser und zu Lande bislang so nicht gehabt habe. „Doch das hier ist nur der Startschuss“, sagte er. „Alle Dinge sind noch in unserer Hand. Wir sollten dem Investor eine Chance geben.“ Sein Kollege von der CDU, Matthias Mau, stimmte zu: „Der Investor setzt auf den Dialog. Wir müssen nur aufpassen, dass es harmonisch ist und zu Kappeln passt.“

Dagegen gefiel SSW-Fraktionschef Christian Andresen weder die fehlende Dachbegrünung noch der hohe Versiegelungsgrad oder die große Hallenfläche. „Ich habe da schon meine Bedenken“, so Andresen. Am Ende stimmte der Bauausschuss für den Aufstellungsbeschluss – einstimmig.

Quelle: Schleibote, 22.5.2015

Good bye Port Olpenitz, welcome …

… OSTSEE RESORT OLPENITZ.

Quelle: SHZ / Schleibote, 8.2.2014

In möglichst acht Jahren soll der Ferienpark an der Schleimündung in neuem Glanz erstrahlen. Per Barlag Arnholm/Helma Ferienimmobilien GmbH ist zuversichtlich und packt an:

„Port Olpenitz ist zu negativ behaftet“, glaubt er. Mit einem anderen Namen steht zumindest schon mal etwas anderes drauf. Was die Inhalte angeht, gibt er sich zurückhaltend.
„Wir müssen erstmal beweisen, dass wir auch wirklich etwas hinstellen.“ Was das sein wird, nennt der gebürtige Däne „eine Planung auf vernünftigem Niveau“.

Auch sonst ändert sich vieles – aber längst nicht alles!
4000 statt 7000 Betten, erschwinglichere Preise zwischen 220 000 und 280 000 Euro statt einer Million.
Ein Hotel? Wenn es gut läuft ja, wenn nicht, dann eben nicht.
Künstliche Inseln?
Vielleicht später, aber eigentlich…
Vielleicht auch eine kleine Autofähre mit Anschluss nach Dänemark.
Nicht mehr ganz so bunte Häuser, die neuen aber passend zum Rest.

Passend auch der hoffnungsvolle Ansatz, den sie Stadt Kappeln inzwischen mehr als einmal gehört haben dürfte:

… für die Zukunft Arbeitsplätze und Steuereinnahmen.
Bei Auftragsvergabe bevorzugt regionale Unternehmen…

Seinen Optimismus speist Arnholm aus dem Interesse an dem Projekt.
Obwohl die Vermarktung erst am 1. März startet, hätten sich bereits 60 bis 80 Kaufinteressenten gemeldet.
„Dabei hatten wir keinen von denen angesprochen.“

panta rhei … alles fliesst