Vermarktet…

… der aktuelle „Landarzt aus Deekelsen“, aka Wayne Carpendale lässt sich vermarkten:

Wayne Carpendale, bundesweit beliebter Hauptdarsteller der ZDF–Serie „Der Landarzt“, ist ab 1. September für ein Jahr Marketing-Partner der in Schleswig ansässigen lokalen Tourismusorganisation Ostseefjord Schlei GmbH.

Anke Lüneburg, Geschäftsfüherin der Ostseefjord Schlei GmbH, ist entsprechend stolz auf den gelungenen Coup:

„Unsere Werbung mit Wayne Carpendale wird dem Tourismus an Schlei und Ostsee einen nachhaltigen Aufmerksamkeitsschub verschaffen.“

Wayne Carpendale wird neben einem Fotoshooting und Auftritten im Internet auch auf einer Autogrammstunde zu finden sein und seine Schauspielheimat würdevoll vertreten.

Eine fünfstellige Summe hat die Ostseefjord Schlei GmbH für das Werbepaket investiert – Geld, das gut angelegt ist, schnellte doch die Summe der „facebook Freunde“ der Ostseefjord Schlei GmbH gleich nach Bekanntwerden dieses Schachzuges nach oben.

Und auch der Geschäftsführer der Wirtschaft und Touristik Kappeln GmbH (WTK), Jürgen van Schöll, lobt überschwänglich den Einsatz:

„Einen besseren Botschafter für Urlaub in der Landarzt-Welt als Wayne Carpendale können wir uns nicht wünschen!“

Quelle: Schleibote, 30.6.2012

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Alternative Port Olpenitz…

… der angedachte Neubau des „Luxusressorts“ an der Niebyer Sandkoppel-Kaserne findet keinen ungeteilten Zuspruch, mehr noch:
Widerstand formiert sich gegen das Projekt, das eine Reihe typischer Eckpunkte aufweist:

…die Schaffung eines kombinierten Angebots aus Hotel (maximal 60 Zimmer im Vier-Sterne-Segment), Ferienhäusern (45 Einheiten) und Ferienwohnungen (30 Einheiten), den Bau eines Reiterhofs mit Boxen für 40 Pferde plus Reithalle, Reitplätze, rund 20 Hektar Weidefläche sowie um ein laut Uhl „gewisses Maß“ an Infrastuktur in den Bereichen Wellness, Freizeit, Sport und Versorgung.

Wie üblich bei derlei theoretischen Planungen im Frühstadium wird mit großen Zahlen und Hoffnungen jongliert – und gespielt.
So sollen nach Schätzungen bis zu 85.000 Übernachtungen im 500 Beten Ressort für den herbeibeschworenen Aufschwung sorgen.

Allerdings: Für Flora und Fauna im angrenzenden Schutzgebiet Geltinger Birk bedeutet das Ansinnen Verlust, weshalb sich gleich mehrere Argumente gegen die geplante Bebauung finden.
Darunter von der „Interessengemeinschaft Sanfter Tourismus“ (IST) die sich nach eigenen Worten für „behutsame, landschafts- und sozialökologische Entwicklung, die sich auf die Kasernenfläche von vier Hektar beschränkt“ einsetzt.
Auch die NABU Gruppe Ostangeln, der unter anderem zum Beispiel die Versiegelung der 26.000 Quadratmeter Bodenfläche aufstösst, findet einen anderen Ansatz:

Dem Investor wird empfohlen, sein Projekt im Geltinger Plangebiet „Vision Leben“ oder im Zuge von maritimen Nutzungen in Port Olpenitz zu realisieren.

Quelle: Flensburger Tageblatt
26. Juni 2012

"Die Toscana wird inszeniert…"

… und alle gucken zu.

Edle Villen statt verfallene Hütten:
Ein US-amerikanischer Anwalt hat im Val d’Orcia ein mittelalterliches Dorf gekauft und zu einer Ferienanlage für Reiche umgebaut.

Gute Idee oder verdientes Kopfschütteln?

Wie sich der 59jährige Amerikaner den neuen Urlaub für eine ganz besondere Klientel vorstellt, die bereit ist, pro Woche zwischen 4.000 und 12.000 Euro für „Hollywood auf Italienisch“ zu zahlen…

Quelle: spiegel.de

Einmal mehr…

…in den Schlagzeilen..

Der „Albatros“ aus Olpenitz.

Der stolze Riesensittich Vogel, „eine aus Esche mit Plastiküberzug gefertigte Galionsfigur“ des Segelschulschiffes Gorch Fock, kommt nach jahrelanger Dunkelheit einmal mehr ans Licht.

Zur Erinnerung, 2007, als Herbert Harm voller Erstaunen zur Kenntnis nehmen musste, dass der Albatros sich unerlaubt vom Stützpunkt entfernte…

Verflogen und verflüchtigt
… haben sich gleich mehrere Dinge:

Zum Beispiel der Albatros als Wahrzeichen des ehemaligen Marinestützpunktes Olpenitz, der sich von seinem angestammten Platz im dortigen Eingangsbereich entfernte (und wenn er nicht selbst weggeflogen ist, wer hat dann das schwere Tier beseitigt?) und dessen weiteres Standortschicksal eigentlich während der Bauausschusssitzung am kommenden Montag entschieden werden sollte.

später dann die -angedachte- Rückkehr auf den alten Schleibrückenkopf als neues Wahrzeichen Kappelns

Wie nicht anders erwartet, bleibt Herbert Harm auf bewährtem Kurs mit dem Bürgermeister und bietet diesem und anderen „Stadtoberen“ ein „Gentleman Agreement“, was den Albatros angeht. Auf einmal will Harm nämlich nie etwas derartiges gesagt haben, wie: „… das Gelände [Port Olpenitz] ohne den Vogel werde er nicht übernehmen“ und zeigt sich moderat: Natürlich kann der Albatros erst einmal auf dem Brückenkopf [zusammen mit dem Pavillon] um den ersten Platz als neues Stadtwahrzeichen Kappelns kämpfen.

… gefolgt von „oberster Priorität 2008“ des Kappelner Verschönerungsvereins, die sich des eingelagerten Vogels annehmen wollte…

Der Verschönerungsverein Kappeln hat auf der Liste der zu erledigenden Dinge neben Innenstadtverschönerung durch Skulpturen, Bänken und Beleuchtung der tatsächlichen Aufstellung des nach langer Lagerzeit bereits „Macken“ aufweisenden Albatros´nunmehr „oberste Priorität“ eingeräumt.

Quelle: Schleibote, 23.Februar 2008

… und Ratlosigkeit 2008

Und Roman Feodoria sieht drei mögliche Standorte: Ellenberger Stadtteilpark, zurück nach Olpenitz oder am Kappelner Hafen.

Dass offenbar „Gut Ding Gut weil“ haben will, stört den Bürgermeister nicht: „Wichtig ist am Ende die Beständigkeit der Entscheidung.“

Auf die drängt auch Bürgervorsteher Jürgen Seemann, der sich bei Port Olpenitz Planer Herbert Harm schon einmal die Zusage sicherte, die Originalhalterung des Albatros zu erhalten, um mit Hilfe der derzeit auf dem Stützpunktgelände ohnehin befindlichen Bagger einen Schritt in Richtung „Transport und Aufstellen“ unternehmen zu können:
„Es wird Zeit, dass etwas damit passiert!“

Ansonsten wäre es wohl, wie Holger Kunkel bereits 2007 angesichts der fortwährenden Unstimmigkeiten formulierte, „das Beste für den Albatros gewesen, er wäre auf See kaputtgegangen und für immer in den Tiefen des Atlantik versunken.“

einsam wurde es. Und dunkel.

Freitag, 24. Apr, 2009 – 10:30:11

… und allein.

Immer noch ruht das ehemalige Wahrzeichen des aufgegebenen Marinestützpunktes Olpenitz, der Albatros, in einer Halle der – ebenfalls aufgegebenen – Marinewaffenschule Kappeln Ellenberg.

Dunkel, einsam und verlassen blieb es um das stolze Tier auch 2010 und 2011.

Bis heute.
Denn jetzt wird erneut in die Hände gespuckt, genauer: auf´s Poliertuch.

Auf dem Gelände des historischen Sägewerks an der Mühle „Amanda“ ist der Albatros sozusagen zwischengelandet. Auf Anregung des Verschönerungsvereins nämlich soll er wieder in Schuss gebracht werden. Und deshalb ist Uwe Frye, Vorstandsmitglied des Vereins, seit einiger Zeit fleißig dabei, den Albatros zu restaurieren.

Übrigens: Wer glaubt, das Gezatter, die Diskussion um das Wahrzeichen sei damit ausgestanden, irrt:

Wenn das geklappt hat und ausgetrocknet ist, wird der ganze Albatros wieder vollständig mit wetterfestem Plastik überzogen und dann auf dem Brückenkopf auf Ellenberger Seite aufgestellt. Gelingen soll das mithilfe eines künstlichen Schiffsbugs von fünf Metern Höhe, an dem der Albatros schließlich aufgehängt werden soll. Den Platz in Ellenberg darf er zunächst solange behalten, bis feststeht, welche Formen der ursprüngliche „Albatros-Platz“ in Port Olpenitz annimmt.

Qulle: Schleibote, 13.Juni 2012

Für´s Leben lernen…

… dass Kappeln für Interessierte ein ganz besonderes (Bier)Diplom anbietet, zu dessen Erwerb und Abschluss es lediglich gewisses Trinkvermögen bedarf, dürfte über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sien.

Zum „Institut für Bierologie und Hektoliteratur“, wie sich das Restaurant Bierakademie
Alt Kappeln im Untertitel auch nennt, gesellt sich nunmehr die Gelegenheit, sich auch in festerer Nahrung weiterzubilden.

Kappeln und seine „Matjes Lehre“