…mehr Farbe an der Ostsee…

… mehr Spaß, mehr Damp.

Urlaub und Erholung an 365 Tagen im Jahr, das ist das Ziel der touristischen Weiterentwicklung und Standortstärkung im Ostseebad Damp (Kreis Rendsburg-Eckernförde).
Dafür investieren die Damp Holding AG und die Gemeinde Damp, wenn die Gemeindegremien dem zustimmen, mehrere zehn Millionen Euro.

Wie der Schleibote von heute, 30. November 2010 schreibt, soll vor allem das bis zu 13 Millionen Euro teure „Edutainment-Aquathemen Spaßbad“ samt Familiensauna und Wikingerdorf dazu beitragen, den Standort attraktiv zu halten.
Zusätzlich sollen 136 Luxusferienhäuser die Szenerie erweitern, sowie schon bestehende 156 Häuser modernisiert und vergrößert werden.
2013 ist geplanter Starttermin für das neue, das andere Damp.

„Wir schauen nicht rechts oder links, was sich andernorts tut – wir müssen unseren Standort touristisch stärken“, betont Damps Bürgermeister Horst Böttcher.
Die zurückliegende Finanz- und Wirtschaftskrise habe das Vorhaben um über ein Jahr zurückgeworfen.

Schon zwei Jahre später, 2015, soll auch das angekündigte Spassbad im/auf dem Freizeithügel im Resort Port Olpenitz nur wenige Kilometer entfernt seine Eröffnung feiern.

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Wie aus…

… einem Ferienhaus ein Erstwohnsitz wird – dieses Szenario erleben derzeit die Bewohner des Vorzeigeprojektes Hafendorf Rheinsberg, angedacht und abgewickelt vom gleichen Planer, der auch für das größere Port Olpenitz verantwortlich ist, Herbert Harm.

Allerdings: Just dieses Vorgehen ist nicht im Sinne der Behörden, heisst es weiter, denn in Zusammenhang mit einer Neuplanung in der Nähe tauchen Fragen auf.

Bis zu 22 Ferienhäuser, eine Reithalle, ein Bistro, ein Kinderhaus, mehrere Verwaltungsgebäude mit vier Betriebswohnungen, ein Bootssteg mit 30 Liegeplätzen und ein repräsentatives Wohnhaus mit Blick auf den „Südpuhl“, einen Teich, für sich selbst – so stellt sich Hans-Jürgen Krumstroh aus Berlin die Zukunft der Vielitzer Seebucht vor.[…]

Zu kämpfen hat der Planer Jörg Lewin auch mit der „ständigen Angst der Behörden“, dass aus Ferienhäusern feste Wohnsitze werden könnten.

Nicht förderlich sei es in diesem Zusammenhang, dass inzwischen die ersten Ferienhauseigentümer im Rheinsberger Hafendorf ihren ersten Wohnsitz angemeldet hätten und der ehemalige Bürgermeister und heutige Landtagsabgeordnete Manfred Richter damit kein Problem habe, sagt Jörg Lewin. „Besser, man duldet es stillschweigend
Sonst werde aus dem Ferienhaus schnell ein Schwarzbau.
Das müsse künftigen Käufern klar gesagt werden.

Interessant in diesem Zusammenhang sicher auch die Frage, ob in Port Olpenitz ein ähnliches Szenario zu erwarten ist.

Armutszeugnis…

… für Beberbeck.

Das bescheinigt der Präsident des Naturschutzbundes (Nabu), Olaf Tschimpke zur Entwicklung im Rheinhardswald und kündigt gleichzeitig an, „seine Organisation werde das derzeit laufende Bauleitverfahren kritisch unter die Lupe nehmen.“

Seiner Meinung nach sei nicht nachzuvollziehen…

…dass man hier eine solche Anlage plant, „wo man doch überall in der Welt wieder wegkommt vom Gigantismus vergangener Jahre und in Spanien tausende Betten leer stehen.“

Zum Thema Gigantismus fällt Tschipke zusätzlich auf:

Ebenso sei nicht zu verstehen, dass hier gleich drei Golfanlagen entstehen sollten, wo doch in Deutschland gerade mancher Golfplatz wieder dicht gemacht werde. „Ich frage mich, wo die Gäste für dieses Resort herkommen sollen, wenn es jetzt schon eher zuviel als zuwenig Anlagen dieser Art, zum Beispiel die Center-Parks, gibt.“

Zusammen mit den 5000-7000 vorgesehenen Betten in Port Olpenitz, den geplanten 2500-3000 Betten am Priwall in Travemünde und den derzeit angedachten (nach endgültiger Fertigstellung) 6000 Betten im Resort Beberbeck wird sich das touristische Angebot in Deutschland einschliesslich der zugehörigen Superlative für Freizeit, Genuß und Entertainment in den nächsten Jahren auffallend vergrößern.

Willkommen in Port Olpenitz…

… das „ein-Haus-pro-Woche-Resort“ aktuell am 26. November 2010…

Strandseite

Seiteneingang Weidefelder Strand

Ihr Standort

Ihr Standort

Mole

Blick zur Nordmole

Reihenhaus

Erste(s) Reihenhaus/häuser

Haus

Einzelhaus…

Jubelmodus an:

Größe zeigt sich jetzt auch in den kommenden Wochen, denn…

…die Organisatoren garantieren 50 Häuser bis Ende 2010, 200 fertige Häuser bis Sommer 2011.

Soviel Aufschwung beeindruckt. Irgendwie:

Es ist nicht bekannt, wieviele Häuser bis jetzt verkauft sind, garantiert sind schon 130 Häuser weg.

Jubelmodus aus.

Realmodus an:

Im Schleswig-Holstein Magazin vom 21. Oktober 2010 wurden 15-20 Häuser bis Jahresende von Junior Harm in Aussicht gestellt. Eines pro Woche.

Realmodus aus.

Fortsetzung folgt…

Immer das gleiche Muster…

… zeigt sich für den Vorsitzenden des BUND, Prof. Hubert Weiger in Sachen Ferienresort und diesbezügliche Prozedere.

Zum umstrittenen Projekt Beberbeck, das nach wie vor im Dornröschenschlaf liegt, aber für die Zukunft das Goldene vom Himmel verspricht, meint der auch international anerkannte Protagonist für Umweltbelange:

Einer strukturschwachen Region werden Arbeitsplätze und ökonomischer Fortschritt versprochen.
In Hochglanzprospekten wird daraufhin eine zahlungskräftige Kundschaft in Aussicht gestellt und von Politikern auf das Interesse potenter Betreiber hingewiesen.
Schließlich, so hat Weiger beobachtet, werden von öffentlicher Seite Vorleistungen erbracht, um mitunter auch fragwürdigen Investoren den Boden zu bereiten.
In dieses Muster passe auch, dass ebendiese Investoren nicht genannt werden.

Das klingt bekannt.
Denn auch ein weiterführender Gedanke ähnelt einem Aspekt des Kappelner Prestigeobjektes Port Olpenitz:

„Aber genau dann ist etwas faul“, sagt Prof. Weiger und stellt die rhetorische Frage: „In welchem Land leben wir denn, wenn bei solchen zentralen Investitionsentscheidungen sich die Investoren auch wenige Wochen vor einer Vertragsunterzeichnung immer noch nicht der Öffentlichkeit vorgestellt haben?“

Für Kappeln liesse sich demnach durchaus ableiten:
Auch von der Existenz der „6 Hauptbetreiber„, den „namhaften internationalen Hotelketten“ und dem „Luxus aus mehreren Alternativen wählen zu können“ ist namentlich nichts bekannt, bestenfalls erwähnt (Upstalsboom), jedoch nicht bestätigt.

Große Namen seien im Spiel„, wir erinnern uns, lediglich der damalige Wirtschaftsminister Dietrich Austermann verfügte über diese sensiblen Kenntnisse, die laut Presse von TUI zu Cook, über Robinson Club zu Wayss & Freytag reichten…

Und nun?

Nun kommt ein weiterer Aspekt hinzu:

Ganz bewusst in diesem Zusammenhang erwähnte Weiger eine Einschätzung des Bundeskrimalamtes:
Nach Ansicht des BKA dienten touristische Großprojekte weltweit oftmals der Geldwäsche.
Gerade auch aus solchen Gründen sei das Gebot der Transparenz und Offenheit aller Verfahren und Entscheidungen hoch zu halten.

Geheimnisturei dagegen führe das Gebot der Bürgerbeteiligung ad absurdum. Intransparente Verfahren führten zu einem Rechtsabbau und richteten sich gegen Grundprinzipien der Demokratie.

Wie gut also, dass in Kappeln schon seit 2006 gilt, dass die beanstandete „Demokratie rückwärts“ sich wandelt in ein beruhigendes:

Und wenn dann alles geprüft und geklärt ist, dann gibt es auch, so der Bürgermeister, eine Informationsveranstaltung, bei der „der Planer die Hosen runterlassen muss.“

Ein Resort verändert sich…

… zum Beispiel die Hanseboot Flyer 2009 im Vergleich zu 2010.

Flyer 2009Flyer 2010

Aus den „Musterhäusern“ von 2009, markiert mit dem roten Pfeil wurde das wahrheitsgemäße „Musterhaus“ 2010.
Dafür glänzt der aktuelle Flyer mit dem Baufortschritt einschliesslich der ersten Richtfestes…

Flyer 2009Flyer 2010

Zusätzlich optimiert die Port Olpenitz GmbH die aktuelle Immobilienauswahl.
Waren es noch 2009 „nur“ 10 verschiedene Ferienhäuser, kann der Kunde derzeit aus einem umfassenden Angebot von 13 unterschiedlichen Haustypen wählen.
Damit dürfte jeder interessierte Kunde sein persönliches Traumhaus finden.
Allerdings:
Über Geld spricht man nicht, Geld hat man – eine Preisliste ist nach wie vor nicht Bestandteil der Information.

Heute Bauausschusssitzung…

… also eigentlich nichts Aufregendes in Kappeln.

In der Zeit von 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr, im großen Sitzungssaal des Kappelner Rathauses, tagt der Bau- und Planungsausschuss der Stadt.

Laut Tagesordnung ohne Port Olpenitz, dafür aber mit der endlosen Geschichte einer ganz besonderen Gaubensanierung, die ihrerseits für Schlagzeilen sorgt(e).

Traulsens Eilentscheidungen auf dem Prüfstand…

Subventionsbetrug in Ostseemarinas…?

… stürmisches Wetter zieht auf für die Marina „Hohen Wieschendorf” und
“Hohe Düne”.

Die Marina „Hohen Wieschendorf“ befindet sich seit Jahren in der Zwangsversteigerung, und die andere gerät nun ebenfalls unter Verdacht, dass bei der Subventionsvergabe nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist.

Derzeit hat die Gläubigerbank UniCredit München AG in der Zwangsversteigerung der Marina Hohen Wieschendorf selbst ein Angebot abgegeben, um nach zwei gescheiterten Versteigerungen endlich zum Erfolg zu kommen. 3,1 Milionen Euro sind geboten.
Was die Bank dann als Besitzer mit der Marina letztendlich tun wird, ist offen, aber alles scheint besser, als die seit Jahren brach liegende Anlage weiter verfallen zu lassen.
Derzeit werden nur einige Liegeplätze vermietet, seit 2003 gegen Investor Michael Veit Iwanschitz Ermittlungen wegen Subventionsbetruges begannen.

Nicht viel besser erscheinen da auch die Nachrichten um den Luxushafen „Hohe Düne“

Yachthafen, Hotel, Wellness, Shopping: Rund 120 Millionen Euro flossen bis 2005 in den Bau der Marina Hohe Düne in Warnemünde. Jetzt droht dem millionenschwer geförderten Prestigeprojekt, mit dem sich Rostock 2004 um die Olympischen Segelwettbewerbe 2012 bewarb, ein juristisches Nachspiel.

Wie jetzt bekannt wurde, fand bereits am 26. August eine Razzia im LFI
(Landesförderungsinstitut) in Schwerin statt, sämtliche zugehörigen Förderakten wurden beschlagnahmt.
Der Chef des LFI, Roland Gießelbach, steht dabei im Verdacht, Beihilfe zum Subventionsbetrug geleistet zu haben, äussert sich jedoch nicht gegenüber der Presse.

Hohe Düne erhielt die maximal mögliche öffentliche Förderung, insgesamt etwa 50 Millionen Euro. Hinzu kam eine Landesbürgschaft, ebenfalls in zweistelliger Millionenhöhe.

Betreiberfrage und Bettenburg…

… dass sich für den Seepark Waren ( angekündigter Baubeginn 2006, 2007, 2008, 2009…) erneut eine längere Durststrecke abzeichnet, kommt für Planer Harm vielleicht nicht gänzlich ungelegen, kann er doch so sein Hauptaugenmerk auf sein großes Projekt Port Olpenitz legen, ohne allzusehr abgelenkt zu sein.

Denn auch die jüngsten vorgestellten Gedanken zum Seepark in Bestlage finden keinen ungeteilten Zuspruch. Wie berichtet, ist einzig die FDP überzeugt und liefert eine diesbezügliche Stellungnahme.

Aber andere haben Fragen:

Die Linken können mit der neuen Planung so nicht mitgehen und bezeichnen diese als Bettenburg. Sie möchten vor allem ein Gespräch mit dem neuen Betreiber führen. Die CDU geht mit den Plänen im Großen und Ganzen mit. Allerdings wünschen sie sich eine Anpassung an die vorhandene Bebauung. Ob bei der präsentierten Nutzung dann noch der Hotelcharakter aufrecht erhalten bleiben kann, ist für sie fragwürdig.

Tatsächlich erklärt Harald Korthals von der Projektgesellschaft Harm -wie auch für Kappeln und Port Olpenitz- die Bedeutung des Betreiberkonzeptes:

„Rund 80 Prozent der Erwerber haben einen Vertriebsvertrag abgeschlossen”, so seine Erfahrungen eines ähnlichen Projektes. Hintergrund dabei bilden die Ferienhäuser, die man kaufen kann und dann als Ferienhaus vermietet. „Lediglich 20 Prozent behalten diese Ferienobjekte für sich.

Die Grünen sehen eine weitere kritische Tatsache:

Warum das Restaurant nicht über 100 Plätze verfügt, wollten sie wissen. Eine solche Ferienanlage leistet zudem keinen positiven Entwicklungsbeitrag für die Stadt, begründeten sie ihre Meinung. Vier Monate sei nach ihrer Auffassung die Anlage ausgelastet und was ist dann, acht Monate Leerstand. Es fehlen entsprechende Angebote.

Die Schlussabstimmung ergab ein Patt, das zunächst für weiteren Aufschub sorgt. Korthals hält verständlicherweise an den Plänen fest, sagt aber auch zu, sich mit den Stellungnahmen auseinanderzusetzen:

„Es ist in sich eine schlüssige Anlage und auch der neue Hafen (mit seinen 150 Plätzen) wird Infrastruktur bieten. Wir werden uns sorgfältig mit den Stellungnahmen auseinandersetzen.“

Im Januar findet der nächste tagende Ausschuss statt.
Baubeginn vielleicht 2011…

Quelle: Hallo, Nachbar/ Müritz, 17. November 2010