Alles nach Plan…was sonst…

nein, auch der härteste Winter und die kältesten Temperaturen können den Fortschritt beim Bau der in jeder Hinsicht gigantischsten Ferienanlage Nordeuropas, Port Olpenitz an der Schleimündung, in keinster Weise beeinträchtigen.

„Der Wintereinbruch hat die Landgewinnung an der Nordmole nicht behindert. Durch die laufenden Erdarbeiten kann sich der Bodenfrost nicht festsetzen“, so Jaska Harm, Geschäftsführer der Port Olpenitz GmbH.

Momentan laufen seinen Angaben nach die „Arbeiten an der Böschung und die Erschließung von Versorgungsleitungen.“
Weiterhin in Vorbereitung sind die Fundamente am Yachthafen.

Quelle: Berliner Morgenpost, 31. Januar 2010

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Wohin mit dem Nassaushub…?

… zur Aufspülung und Landgewinnung des Ferienresorts Port Olpenitz wird er derzeit nicht genutzt, der Nassaushub des Nord Ostsee Kanals, der einmal tonnenweise aus der Verbreiterung der wichtigen Seeschifffahrtsstrasse anfällt.

Die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und Orte der Verklappung wurden auf Empfehlung hin geprüft und durch Gutachten auf ihre Eignung betrachtet. Wurde doch befürchtet, dass es zu einer Verschlickung der Strände zwischen Kappeln und Strande kommen könnte, sollten sich die etwa 3 Millionen Kubikmeter Nassaushub auf unerwünschte Wanderschaft begeben.
Für das geplante Tourismusresort Port Olpenitz mit dem ohnehin nur äussert begrenzten Strandvolumen für etwa 6.000 Gäste, Einheimische nicht berücksichtigt, eine denkbar schlechte Entwicklung.

Wenigstens zum Teil konnte nun Entwarnung gegeben werden.
Wie die Eckernförder Nachrichten von heute, 31. Januar 2010, schreiben, ergibt das Strömungsgutachten ein „kann, aber nicht muss„, was die Sedimentverschiebung anbelangt.
Anders als die Nordsee, lässt sich Ostsee nämlich nicht gern in die Karten gucken, was ihr Strömungsverhalten bei derart starken Winden wie zurzeit betrifft.
Bestes Beispiel dafür der jüngste Fall einer verirrten -zum Glück- Übungsmine direkt vor Schleimünde, die dort eigentlich nichts zu suchen gehabt hätte, aber die Problematik unkontrollierter Strömungen und der Kraft des Wassers aufzeigt.

Ab Herbst 2011 wird sich die Ostsee nun mit 3.000 Fahrten beladener Klappschuten anfreunden müssen, die den Bodenaushub in die vorbezeichneten Planlagen B1 bzw. B2 einbringen.

Etwa ein Jahr würde diese Aktion theoretisch dauern, würden zehn Fahrten pro Tag als Durchschnitt angenommen werden. Tatsächlich aber ist der Zeitplan auf zwei bis drei Jahre ausgedehnt.

Um die befürchtete Verschlickung innerhalb eines bestimmten Radius buchstäblich „im Auge“ zu behalten, wird nun ein „Public Access Monitoring“ empfohlen, ein umfassendes Messverfahren, das in seiner Gesamtheit bei korrekter Anwendung „das Verfahren transparent und für Jedermann nachvollziehbar“ machen würde, so dass „die Gemeinden die Verklappung gerade für den sensiblen Tourismus offensiv begleiten“ könnten.
Nicht schlecht finden nicht nur die beteiligten Bürgermeister der betroffenen Gemeinden diesen Ansatz: „Das ist eine sehr konstruktive Lösung“, sagte auch Frank Behrens, Geschäftsführer der Damp Touristik.

Aber es gibt auch verständliche Bedenken, schliesslich liegt das Verklappungsgebiet B1 „nur wenige hundert Meter entfernt von einem dort befindlichen Flora-Fauna-Habitat-Schutzgebiet und dem Natura 2000 Schutzgebiet „südliche Eckernförder Bucht“, das dadurch in Gefahr geräte:
„Aus Sicht des Naturschutzes kommt der Verklappungsstandort B1 eher nicht in Frage.“ Und auch der Landesfischereiverband stört sich am gewählten Ort: „Die Verklappung am Standort „B1″ würde die Schleppnetzfischerei dort auf Jahrzehnte zerstören, sagte deren Vorsitzender Lorenz Marckwardt.“

"davor, dahinter und daneben…"

… steht der neue Kappelner Bürgermeister Heiko Traulsen, wenn es um das Großprojekt Port Olpenitz geht.

So zu lesen in einem Interview, dass der neue „Chef“ der Stadt den Schülerinnen und Schülern der Klaus-Harms-Schule für deren jüngste Ausgabe der Schülerzeitung „Eulenspiegel“ gegeben hat.

Traulsens Ansichten sind dabei „insgesamt sehr positiv“, schliesslich gilt, dass mit
Port Olpenitz für Kappeln erstmals in beachtlicher Größenordnung etwas hinzukommt, anstatt wie in den letzten 20 Jahren wegzubrechen.
Schon dies allein „zwingt uns und mich, voll dahinterzustehen.“

Vor allem für die Jugend ist Port Olpenitz dabei von Vorteil.
Ohne Geld läuft bekantlich nichts, „jedes Investment, das in einer Stadt passiert, ist immer von Vorteil für Jugendliche, weil immer ein bisschen Geld hängen bleibt.“
Und, so ist sich der Bürgermeister sicher, „nur durch Geld und Wirtschaftswachstum haben Jugendliche eine Chance hier zu bleiben.“

Allerdings – wie viele Arbeitsplätze genau der Ferienriese einmal für Kappeln bringen wird, weiß auch Traulsen nicht, aber das ist auch „im Moment gar nicht das Thema“:
„Es werden ja Zahlen genannt, die zwischen 400 und 800 und 1000 und 1400 in der Spitze liegen.“

Entscheidend für die Zukunft Kappelns ist zusätzlich, dass das Projekt Port Olpenitz sich über „8, 10 oder 12 Jahre hinzieht und kein Mensch weiß, wie es in 3 Jahren aussieht, geschweige denn in 10.“
Somit ist jeder Arbeitsplatz, der entstehen wird und dafür Sorge trägt, das Kaufkraft in Kappeln bleibt, ein Gewinn.

Und auch für die lokalen Unternehmen ist das Projekt Port Olpenitz von unschätzbarer Bedeutung.
Sollten beispielsweise Ausbildungsplätze geschaffen werden können im Hinblick auf kommende Großaufträge aus Richtung Schleimündung, dann „bleibt jemand aus Kappeln, der die Schule verlassen hat, hier.“

Stacheldraht?

Keine Frage, Bürgermeister Traulsen bezieht Stellung.

Schwätzer gibt´s überall“, so die Antwort auf die Frage der angezweifelten Finanzierbarkeit des Millionenunterfangens.
Schliesslich ist unverrückbar zu bemerken:

„Fest steht, das wir Investoren haben, die ganz ganz viel Geld in die Hand nehmen wollen, die das dann verwirklichen wollen und sie wollen auch Gewinne machen und Geschäfte machen; sie wollen nicht investieren, um anschliessend Verluste zu machen. So blöd ist keiner, der Geld hat.“

Eintracht…

… nebeneinander präsentieren sich derzeit der neue Stadtteil „Auf der Freiheit„, Schleswig, und Feriengigant „Port Olpenitz“, Schleimünde, auf der Wassersportmesse „boot“ in Düsseldorf.

Grund zu Klagen gibt es nicht – Zuspruch und Interesse an beiden Projekten ist laut Aussagen der Verantwortlichen ungebrochen, wenn auch Schleswig mit dem Problem des neu beantragten Gutachtens zu kämpfen hat, das sich als Stolperstein für die geplanten Fördergelder hinsichtlich Thermenneubau erweisen könnte.
Immerhin gehört die Therme mit zu den festbeworbenen Bestandteilen des Projektes und Gesamtkonzeptes und ist somit von großer Bedeutung.

Und Jaska Harm, Geschäftsführer der Port Olpenitz GmbH, der seinerseits an den Bau eines Schwimmbades auf dem Gelände des aufgegebenen Marinehafens denkt, würde die Therme in Schleswig ebenfalls begrüssen:
„Das gäbe gute Synergieeffekte, denn unsere Schwimmbäder hätten nur Wasser gemeinsam, sonst unterscheiden sie sich komplett.“

Für Port Olpenitz bietet sich nach Harms Angaben wie gewohnt ein stimmiges Bild und liefert nach den erforderlichen Änderungen durch das Schleswiger Gerichtsurteil nur noch „gute Nachrichten“.
Der Verkauf läuft aufgrund der niedrigen Zinsen „wie geplant“, die „Arbeiten zur Landgewinnung haben begonnen“ und wenn sich auf der „boot“ etwa weitere 20 Reservierungsverträge ergeben, gilt sie auch für Harm „als Erfolg.“

Quelle: Schleswiger Nachrichten, 26. Januar 2010

6 Millionen Euro für die Landgewinnung…

… an der Nordmole Port Olpenitz.

Zahlen und Kerndaten klingen dabei wie gewohnt dem gigantischen Ausmass des in Bau befindlichen Ferienresorts angepasst:

Zitat Anfang

600.000 m³ Sandaufspülungen
750 m Böschungsbefestigung, davon 300m als Wellenbrecher
40.000 m² dynamische Tiefenverdichtung

Zitat Ende

Die geplante Bauzeit: bis April 2010.

Das veranschlagte Bauvolumen: 6 Millionen Euro

Die beteiligte Firma, Pläne und Informationen:
Klick!

ITT Port Consult

Schmuckstück in Premiumlage…

… nur leider ohne Käufer.

Sven Hollesen, Planet Home Gruppe und u.a. planend tätig für das Bauprojekt Waterfront/Priwall – ebenfalls in maritimer Bestlage – hat in Schönhagen mit dem „Seestern“ ein weiteres Kleinod.

In erster Reihe direkt an der Promenade gelegen, verfällt das Gebäude nunmehr seit 2004. Zum Verdruß vieler Touristen, die einen gewissen Mangel an gastronomischen Angeboten bemerken – und denen dabei das aufgegebene Restaurant auffällt.

Aber: „Uns sind die Hände gebunden“, sagt der Schönhagener Bürgermeister Christian Schlömer. Machen könne die Gemeinde nichts – das Gebäude ist an einen Investor verkauft. Und dieser wiederum wäre seinerseits gerne bereit, das Haus wieder zu verkaufen – wenn der Preis stimmt. „Das ist eine Premium Lage, nur drei Meter von der Promenade entfernt“, so Hollesen, der hofft, dass der Verkauf 2010 vollendet werden kann. Angedacht ist ein Käufer mit Finanzkraft, „um das Objekt zu entwickeln“, heisst es weiter – und gegebenenfalls sei „man sogar bereit, das Objekt mitzufinanzieren.“

Gedacht war es anders. 2008 sollte der „Seestern“ Teil des groß geplanten „Family-Wellness-Resort Ostseebad Schönhagen“ werden – jedoch wurden auch diese Pläne nie realisiert, der Gemeinderat hatte im September 2008 das Vorhaben aufgegeben.

Ein bißchen -mehr- Geduld…

bitte.

Das gilt für die Bewohner der kleinen Stadt Waren, die seit längerer Zeit auf den von Port Olpenitz Planer Herbert Harm und Mitarbeiter Harald Korthals entwickelten Seepark Waren warten.
Zwar wird bereits seit vier Jahren an der Idee eines kleinen Hafenbereiches mit Ferienwohnmöglichkeiten gewerkelt; vom ersten Spatenstich ist man jedoch weiterhin ein Stück entfernt.

Wie die „Hallo Nachbar vom 20. Januar 2010“ schreibt, kämpften sich die Ausschussmitglieder zwar -erfolgreich und positiv- durch 88 Seiten Abwägungsunterlagen, allerdings liegt „der Satzungsbeschluss mit dem Durchführungsvertrag mit dem Investor noch nicht vor.“

Hinzu kommen erneute Änderungen der Gesamtplanung – mit einer deutlichen Verkleinerung.

„Sehr wohl wissend, dass das Finanzkonzept des Vorhabenträgers beeinflusst wird.
Wir gehen nicht davon aus, dass das Wirtschaftlichkeitskonzept in die roten Zahlen gerät”, so Amtsleiter Dr. Lüdde dazu.
Planer Korthals hält sich eher zurück, was eine Prognose der Wirtschaftlichkeit anbelangt: „Ob das Konzept nun in rote Zahlen gerät, kann momentan nicht beantwortet werden”, ist seine Meinung.

Aus 200 Liegeplätzen wurden 150.
Weitere Änderungen der Planungen ergeben insgesamt weniger Häuser, weniger Wohnungen, den Verzicht auf eine angedachte „Lagune“, keine Einrichtung einer öffentlichen Badestelle, aber dafür ein auch der Öffentlichkeit zugängliches Schwimmbad innerhalb des Hotelneubaus und auch die Therme ist „vom Tisch“,
statt dessen durchläuft die geplante Wellnesslandschaft ein neues Konzept.

Grundsätzlich sollen die Häuser auschliesslich als Ferienwohnungen genutzt werden, „keine Veräusserung sei vorgesehen.“

Bei allem ist klar:
Der Schandfleck und bauliche Missstand zwischen Feißneck und Müritz muss weg, das brachliegende Grundstück endlich wieder im positiven Sinne genutzt werden – darüber waren sich alle Anwesenden einig.
Aber, so war auch zu hören, „nicht um jeden Preis“.

Der wahre Grund…

… für all den Ärger um die Verabschiedung und Ein- bzw. Ausladungen der Gäste des ehemaligen Kappelner Bürgermeisters Roman Feodoria findet sich – dies sei lediglich der Vollständigkeit nachgetragen – in der Flensborg Avis vom 8. Dezember 2009/S.13.

Heisst es es doch da unter einem großen Foto des „düpierten Bürgermeisters“

„Kappelns Bürgermeister tritt von seinem Amt zurück, weil er gegen das Großprojekt Port Olpenitz ist. Jetzt will die Stadt ihm keinen Abschiedsempfang bezahlen.“

hmhm…