Totschlagargumente…

… sind laut Wikipedia „inhaltlich nahezu leere Argumente, also Scheinargumente oder Vorurteile, von denen der Disputant annimmt, dass die Mehrheit der anderen Diskussionsteilnehmer entweder mit ihm in der Bewertung übereinstimmen oder keinen Widerspruch wagt, da dies in der öffentlichen Meinung auf Ablehnung stößt.“

Im Fall Port Olpenitz wird wahrscheinlich kein Totschlagargument mehr strapaziert als dies: 1000 und mehr versprochene Arbeitsplätze im Falle einer Realisierung des 7000 Betten Feriendorfes an der Schleimündung, in umittelbarer Nähe zum dortigen Naturschutzgebiet.

Die von der Landtagsabgeordneten Anna Schlosser-Keichel (SPD) gemeinsam mit Heike Franzen (CDU) auf das Scheitern der Schlichtungsgespräche zwischen Naturschützern und der Port Olpenitz GmbH herausgebene Pressemitteilung macht dabei ebenfalls keine Ausnahme.

Selbstverständlich geht es auch ihnen um den Erhalt der Natur und Berücksichtigung der zugehörigen Interessen – aber…
… diese dürfen keinesfalls „dazu führen, dass ein 500-Millionen-Projekt, das über 1000 Arbeitsplätze sichert, gefährdet wird, jetzt gegebenenfalls sogar zu scheitern droht.“

Schreibt der Schleibote von heute, Samstag, 28. Februar 2009.

Und obwohl die genauen Inhalte und Einzelheiten des Vor-Schlichtungsgepräches gegen Androhung eines Ordnungsgeldes (vergl. SchleiSchnack) von NaBU und Port Olpenitz GmbH nicht an die Öffentlichkeit gegeben werden dürfen, sind sich die beiden Landtagsabgeordneten einig: „Der Investor sei zu umfangreichen Eingeständnissen zum Schutz von Flora und Fauna bereit. Weder die Stadt Kappeln, noch das Umweltministerium oder die Landesplanung hätten Bedenken gegen das Projekt.“

Stimmt natürlich. So gesehen.
Sähe ja auch recht merkwürdig aus, wenn es jetzt z.B. aus Richtung der Stadt Kappeln hiesse: Wissen Sie, bei genauerer Betrachtung, und nachdem wir die gelesenen, gelachten und gelochten Gutachten doch eines –zweiten– Blickes gewürdigt haben, müssen wir feststellen…

Festzustellen bleibt bei aller aufgesetzten und u.U. verfrühter Dramatik, dass der
Port Olpenitz Investor Jaska Harm sich seiner Sache, seines Sieges vor Gericht trotz aller Widrigkeiten so sicher ist, dass „er weiterbaut, wie bisher.“

Totschlagargument vs. Panikmache oder doch Hand in Hand?
Die Entscheidung fällt das Schleswiger Oberverwaltungsgericht in der zweiten Märzwoche.

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Feodoria und der formale Boykott…

… Kappelns Bürgermeister ist verärgert.

Das gescheiterte Schlichtungsgespräch zwischen Port Olpenitz Investor Jaska Harm und den vereinigten Naturschutzverbänden, das helfen sollte, eine gerichtliche Klärung zu vermeiden, liegt Feodoria schwer im Magen; muss doch nun das Schleswiger Oberwerwaltungsgericht in der zweiten Märzwoche klären, ob der durch die Stadt Kappeln abgesegnete Bebauungsplan auch tatsächlich Bestand hat.

Feodoria sieht sich und die Stadt im Recht und wirft erneut harte Worte in Richtung Umweltschutz: „Es geht den Klägern nicht mehr um den Umweltschutz. Vielmehr versucht man jetzt über die formale Schiene, das Projekt zu boykottieren, weil es die Faktenlage nicht hergibt. Das ist keine Redlichkeit mehr.“

Der Grund für Feodorias Wut scheint aus seiner Sicht verständlich:
die versprochenen Arbeitsplätze, die 200 oder auch nur noch 100 Millionen Euro für die heimische Wirtschaft in Form von Aufträgen, der angekündigte Aufschwung, die abertausenden Touristen… alles gefährdet, denn -beispielsweise- ein zufriedenstellendes Umplanen der Ferienanlage ohne den Hakenbereich ist augenscheinlich für den Architekten nicht möglich; der Absprung des Investors laut Feodoria zu erwarten, sollte der beanstandete B-Plan, der dem Planer diese vielen Freiheiten ermöglicht, überprüft und gegebenenfalls gänzlich neu erarbeitet werden.

Und obwohl auch Feodoria nicht weiß, ob das alles mit und durch Port Olpenitz für die Stadt Kappeln auch tatsächlich einträte, nimmt er genau diese Unsicherheit in Bezug auf die bedrohte Vogelwelt des Naturschutzgebietes, um seine Meinung zu unterstreichen. „Keiner weiß, wie sich die Population der Zwergseeschwalbe entwickeln oder ob sich die ökologische Bilanz verstärken könnte.“ Stimmt.
Ergo wirft er den Naturschützern kurzerhand vor, dass „sie etwas behaupten, was sie nicht belegen können.“

Dass er selbst zwar auch keinen Garantieschein für ein funktionierendes florierendes Port Olpenitz vorweisen kann, stört den Bürgermeister offensichtlich nicht:
Die Planung in ihrer ganzen Größe ist einfach zu verlockend für eine vor sich hin dümpelnde Kleinstadt in Schleswig-Holstein, die das „Jahrhundertprojekt“ direkt vor ihrer Haustür hätte. Und damit die Zukunft.

Dieser Meinung ist auch Kiels Wirtschaftsminister und Musterhaus-Gelegenheitsschrauber Dr. Werner Marnette: „Es ist schon bitter, dass ein Tourismus-Projekt, das 1000 Arbeitsplätze in der Region schaffen soll, von Umweltorganisationen offenbar massiv blockiert wird.“

Hinzu käme vielleicht eine abschreckende Wirkung auf mögliche andere Investoren, wenn der Naturschutz jetzt in seinen Interessen höher bewertet werden würde
als das -menschliche- Wohl der Region.
Immerhin steht für Kappeln auch noch die Frage des barrierefreien Sport- und Freizeitzentrums im Raum – ebenfalls in präkerer Naturlage.

Quelle: Schleibote, 27. Februar 2009

Port Olpenitz Einigung gescheitert….

… die Meldung ist kurz, aber bedeutsam:

„Eine außergerichtliche Einigung im Streit zwischen Umweltschützern und dem Tourismusprojekt Port Olpenitz ist gescheitert. Eine Klägergemeinschaft von Umweltorganisationen sowie die Port Olpenitz GmbH hätten bei einem Treffen keine gemeinsame Basis für Mediationsgespräche gefunden, teilten beide Parteien am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung mit.“ (Quelle: Die Welt, Kieler Nachrichten)

Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben, Stillschweigen vereinbart.

Aber deswegen springt der Investor noch lange nicht ab, denn Jaska Harm erklärt selbstbewusst: „Wir sind uns hundertprozentig sicher, dass wir recht haben und bauen deshalb weiter wie bisher.“
Weder finanzielle Mehrbelastungen, noch zeitliche Verzögerungen sind durch den Mediationsversuch entstanden. Das kann nur das Gericht mit seinem Urteil in der zweiten Märzwoche. So der Geschäftsführer der Port Olpenitz GmbH, die angibt, den umstrittenen Haken als Finanzierungsgrundlage für die gesamte Restbebauung des gigantischen Ferienresorts zu brauchen.

Der NaBu sieht hingegen die Frage nach wie vor als unverständlich ungelöst, warum
„die Stadt Kappeln, aber auch Umweltministerium und Landesplanung den Naturschutzanliegen keinen Wert beigemessen haben und nicht auf eine frühzeitige Änderung der Planung hinwirkten“, die schon in den ersten Planungsphase wiederholt angemahnt wurde.

Das Urteil wird die endgültige Klärung bringen, der Kappelns Bürgermeister Roman Feodoria schon heute düster vorgreift:
„Sollte das Projekt durch ein entsprechendes Urteil betriebswirtschaftlich gefährdet werden, fallen wir alle hier in ein tiefes Loch.“
Und weiter: „Ich erwarte, dass dann auch der Investor aussteigt.“

Kein Klischee ausgelassen…

… hat der NDR, der Norddeutsche Rundfunk, in seinem gestrigen Filmbericht (Schleswig-Holstein Magazin) über den anstehenden Mediationsversuch zwischen NaBu und dem Investor im Zuge der Streitgkeiten um die Port Olpenitz Bebauung.

Die Zutaten sind hinlänglich bekannt:
Ein brachliegendes, weil inzwischen vom Militär aufgegebenes Stützpunktgelände in absoluter Traumlage, eine wirtschaftsschwache Region, der Arbeitsplätze ebenso fehlen wie Aufschwung, Perspektive und eine gesicherte Zukunft, ein Generalplaner, der aus dem 170 Hektar großen Areal an der Schleimündung ein nie zuvor gesehenes Ferienresort für 7000 Menschen und 2500 Boote erschaffen will; 1000 Häuser, Hotels, (Langlauf-)Skihalle und 18-Loch Golfplatz, Spassbad auf 20m Höhe, unterirdische, beheizte Bootshalle, Freilichtbühne, Veranstaltungsarena… mit jedem nur erdenklichen Superlativ wird und wurde dieses Projekt überladen; dazu ein Bürgermeister, der sich förmlich überschlägt um Hürden, gleich welcher Höhe, aus dem Weg zu räumen, bevor ER es sich anders überlegen könnte: ER, der Investor, ein Jointventure, ein Zusammenschluss von HarmInvest und -„alles zahlend“ – der ARI, amerikanische Partnerfirma, die die 500 Millionen benötigter Euros bereitstellen – und dann das.

Wie einen Waldschrat lässt ihn der NDR aus dem Grünen auftauchen und als Spielverderber verkünden, daß der Traum vom Aufschwung an der Schlei, von den 1000 neuen Arbeitsplätzen und mehr Kaufkraft für die Region gefährdet ist; ihn, den Vertreter des Naturschutzes.

Denn in all der überschwänglichen Euphorie, die dem Projekt zumindest in Kappeln entgegenschlägt, gilt als übersehen, dass sich EU-Bestimmungen und Richtlinien, FFH Grundsätze, Fakten und Tatsachen auf das Projekt anwenden lassen, die selbiges in Frage stellen. Könnten.

Brutgebiete werden gefährdet, seltene Vogelarten bedroht, das geplante Urlaubsparadies liegt direkt an einem Naturschutzgebiet, das unbedingt schützenswert erscheint und deshalb eine angrenzende Bebauung ebenda mit Argusaugen beobachtet wird.

Und um dieses ebenda geht es nun, der Haken von Olpenitz, die absolute Sahnelage, auf der exklusive, individuelle Luxusvillen denen, die es sich leisten können, ein unvergessliches Urlaubserlebnis und Ambiente höchster Ansprüche bieten soll.

Jaska Harm, Port Olpenitz Investor, der nach eigenen Angaben schon 20 bis 30 Millionen Euro in das Projekt gesteckt haben will, verzichtet keinesfalls auf den wertvollen Grund: Er, so sagt er in dem Filmbericht, brauche das dort erwartete Geld für die Finanzierung des gesamten Restes.
Bekommt er ihn nicht, den Haken, bekommt Kappeln ihn nicht, den Investor.

Ein Szenario, das Bürgermeister Roman Feodoria den Angstschweiss auf die Stirn treiben könnte, wäre doch sein schlimmster Albtraum, dass „nichts“ auf dem Gelände passieren würde, wenn jetzt der Naturschutz in seiner Sache obsiegt.

Ob er sich dabei einen Gefallen tut, das rechtlich völlig legale Ansinnen der Naturschützer als Unsinn ins Lächerliche zu ziehen, das zu tun bleibt dem Zuschauer selbst überlassen, der sich nach diesem bedenklich einseitigen Bericht ohnehin die Frage stellen muss, wie sich die vereinigten und klagewilligen Naturschützer, die eine Hakenbebauung ablehnen, noch hoch erhobenen Hauptes auf die Strasse wagen können.

Denn gefährdete Zwergseeschwalben, Küstenseeschwalben, und eine Sturmmöwenkolonie bleiben dem Zuschauer, der sich angesichts eines betont um die Zukunft seiner Stadt besorgten Bürgermeisters, PR-wirksam dargestellt Schulter an Schulter mit einem höchst verständnisvollen, bereitwilligen Investor, der den Naturschützern doch in diversen Varianten entgegenkommen möchte, in diesen wirtschaftlich tristen und trüben Zeiten höchstwahrscheinlich egal.

Nicht egal dürfte dennoch der Ausgang des Mediationsvorgespräches sein: Klage oder Klärung.

Finanzkrise hin oder her, der Vorverkauf der Häuser laufe gut, so Harm, der zusätzlich betont, die Hochbauarbeiten müssen noch in diesem Jahr beginnen.
Mit einem Gerichtsverfahren, das schlimmstenfalls klären muss, ob Naturschützer oder Investor Recht & Haken bekommen, wäre das aber kaum zu schaffen.

Das Ergebnis des Mediationsversuches ist noch nicht öffentlich bekannt.

Skepsis, Fragen und Experten…

… Eingeladen zur Diskussionsrunde hatte erneut die BiP, die „Bürgerinitiative für behutsame Priwallentwicklung“und verzeichnete großes Interesse – das allerdings weder der Waterfront Projekt Investor Sven Hollesen, noch Bausenator Franz-Peter Boden trotz Einladung teilten und statt dessen mit Nichterscheinen glänzten.

Vier Referenten und etwa 150 interessierte Bürger diskutierten über die städtische Zukunft des Priwalls und gingen der Frage nach, wie dieser in zehn Jahren aussehen soll.
Und das Projekt Hollesens war dabei im Mittelpunkt, denn die „spürbare Skepsis“ bei zahlreichen Bürgerschaftsabgeordneten dem Investor und seinen Vorüberlegungen gegenüber, wirft nach wie vor Fragen auf.

Insgesamt war der Tenor deutlich und umfassend:
Von Alleinstellungsmerkmal am Priwall war die Rede, von dadurch möglichen hohen Renditen und Preissegmenten, aber auch von wiederholt eingeforderten und bislang nicht existierenden Bedarfsanalysen und nachvollziehbaren Planungsgrundlagen, die mehr sein sollten als vorgelegte lediglich „Klecksartige Bilder“ und „kein ausreichendes Konzept.“

Mathias Beyer von der touristischen Beratungsfirma mascontour, Berlin, ging in Sachen Waterfront Projekt einen Schritt weiter:
Für ihn habe der derzeit forcierte Plan „nichts mit Tourismus“ zu tun, sondern sei bisher eher ein Immobiliengeschäft; vorbeigeplant an den „Notwendigkeiten des Tourismus“, der auf definierte Zielgruppen setze, wie zum Beispiel „sanfter Tourismus“.

Und den ökologischen Aspekt beleuchtete auch Prof. Dr. Klaus Dierßen, Kiel, der seiner Meinung Ausdruck verlieh, den Priwall nicht nur Teil des Landschaftsparks Traveförde werden zu lassen, sondern diesen Umstand entsprechend in die touristische Planung mit einzubeziehen. Nur so können die Resourcen der Natur erhalten und bewahrt werden, die letztlich Teil des beworbenen Alleinstellungsmerkmal Priwall darstellen.
Seine Forderung nach einem „ökologischen Masterplan“ für den Priwall wurde mit großem Applaus bedacht.

Das Fazit des Abends war übereinstimmend gut: „Informativ und erhellend“, so das Urteil Eckhard Erdmanns von der BiP.
Und weiter:
„Wir freuen uns sehr über die fundierte fachliche Unterstützung, die bereits jetzt mehr Substanz hat, als die Planung, die wir von Seiten Herrn Hollesens und der Stadtverwaltung kennen.“

"Billigware oder Spitzenprodukt"…

… tituliert der Schleibote von heute seinen -treffenden- Artikel über die derzeit bestehende Situation rund um das Kappelner -sofern überhaupt vorhandene- Tourismuskonzept.

Dabei boten zwei vom Hamburger Beraterbüro „Markt und Trend“ ins Kappeln gekommene Mitarbeiter den Anwesenden im hiesigen Rathaus zwar „so viel Neues nicht“, machten aber zumindest den Weg deutlich, den Kappeln beschreiten sollte, um seine Positionierung zu verdeutlichen.
Und dieser Weg führt -wen mag es wundern- über den Tourismus: Marke oder Murks,
so die Alternativen, denn „mittelwertige Produkte“ werden immer uninteressanter.

Eine Rolle dabei spielt auch das vom Kieler Wirtschaftsminsierium erwartete fertig gestellte Konzept zur Optimierung einer touristischen Zukunft, um an die Förderung für das Kappelner barrierefreie Sport- und Freizeitzentrum zu kommen.
Um das zu erreichen ist die Vorgabe klar: „Die so genannte Optimierung der lokalen Strukturen mit Blick auf die Organisation des städtischen Tourismus“ anstelle von:
Wer macht was in Kappeln? Wo liegen welche Zuständigkeiten und warum gibt es
„eine Vielzahl verschiedener Websites, die alle irgendwie mit Kappeln zu tun haben“, aber keine Orientierung für den Gast schaffen?

Und Gäste, davon hat Kappeln viele:
Im Jahr 2007 kamen laut vorgelegten Zahlen 1,4 Millionen Tagestouristen in die Stadt, ein „riesiges Potenzial“, von denen im Durchschnitt jeder 24 Euro ausgegeben hat. 140.000 Übernachtungsgäste im gleichen Zeitraum brachten pro Person 47 Euro in Umlauf.

Und Port Olpenitz?
„Sowohl Chance, als auch Risiko“, so das Urteil.
Als Zugpferd tauglich, um neue Zielgruppen anzusprechen geeignet, ist es aber kein Alleinstellungsmerkmal.
Und, wichtiger: Es heisst Port Olpenitz und nicht Port Kappeln, ein Umstand, der Helga Thurau nicht so recht gefällt, die davon ausgeht, dass Gäste -sofern sie tatsächlich 14 Tage in Port Olpenitz bleiben sollten- ihre Zeit nicht nur am dortigen Strand verbringen werden: „Die kommen auch nach Kappeln.“

Rainer Moll, SPD, sieht die Sache realistisch(er), als die Vorsitzende vom Gewerbeverein: Eine „kleine Warnung“, denn tatsächlich wird viel davon abhängen, wie die Stadt Kappeln „das Projekt anbindet.“

Und dazu bedarf es einer verbesserten, zielgerichteten Kommunikation, in der auch die Zuständigkeiten klar verteilt sind.
Denn Helga Thuraus Schlusswort spricht dabei durchaus Bände:
„Wir reden lieber übereinander als miteinander.“

In virtuelle Welten…

… führt diese Homepage der „.virtual“ den Besucher und präsentiert Visualisierungen des „Bauvorhaben an der Ostsee“ genannten und bis 2013 entstehenden Port Olpenitz an der Schleimündung.

„Hochwertige Visualisierungen“ zeigen die Möglichkeiten auf, wie sich neue Welten zumindest am PC problemlos realisieren lassen.

"Den schickte also der Himmel…"

… den Projektleiter, bzw. Geschäftsführer des gewaltigen Port Olpenitz Bauvorhaben, Jaska Harm.

In dieser Äusserung einig sind die damals im „Sport Planet“, Elmshorn, anwesenden Bauexperten, die sich nach Jaska Harms Erläuterungen, was in dem „von ihm zu realisierenden“ Port Olpenitz alles passieren soll, diesem Bericht des Baugewerbeverbandes Schleswig-Holstein, Ausgabe Dezember 2008, nach tatsächlich „wie auf einem anderen Stern“ gefühlt haben.

Was sich nach „Dubai lässt grüßen“ anhört – 170 Hektar Fläche, 1000 Ferienhäuser auf
4 Inseln, 1500 Hotelbetten, 4,5 km eigener Strand entzückte die Fachleute umso mehr, als bekannt wurde, dass Projektleiter Harm „aber für seine Aufträge lieber kleine und mittelständische Firmen gewinnen möchte. Den schickte also der Himmel.“

Die Rettung aus Amerika…

… wer bisher glaubte, „Generalplaner“ Herbert Harm hätte das weitläufige „Filetstück der alten Bundeswehr-Immobilien“ an der Schleimündung zu Port Olpenitz umstrukturiert, muss ein wenig umdenken.

Denn die wahren Retter kommen aus Amerika und sind die Architekten des Immobilienkonzerns American Reality Investors, die diesem Artikel nach die Pläne für die riesige 6000 Betten Ferienanlage samt 1000 Arbeitsplätzen vorlegten, die einmal zu Nordeuropas größtem Ferienresort werden sollen.

Sehr zur Faszination des Kappelner Bürgermeisters Roman Feodoria:
„Man kann einfach auf sein Boot springen – und los geht’s.“

So einfach ist das.
Trotz Finanzkrise, die von „Chefplaner und Mitinvestor“ Jaska Harm mit: „hat keinen Einfluss auf das Projekt“ heruntergespielt wird.
Deshalb sind die Pläne nach wie vor optimistisch, den Zeitplan zu halten, um bis 2013 die angesetzten 500 Millionen Euro in Golfplatz, 1000 Häuser, Villen und Appartements, zwei Hotels und unterirdischer Schiffshalle zu verbauen.

„Beim Olpenitzer Bauprojekt läuft offenbar alles nach Plan.“
Heisst es – und der Artikel verzichtet wie so viele andere Veröffentlichungen auch pflichtschuldigst auf Hinweise zur Normenkontrolle, zum geplanten Mediationsversuch, zum Streitpunkt Naturschutz.
Statt dessen: „In der Sonne liegen statt strammstehen!“

Und erneut die Worte des Wirtschaftsministers Dr. Werner Marnette anlässlich des Spatenstiches im Oktober 2008, der betont, dass weder Steuerzahler noch das Land Zuschüsse gewähren müssen.
„Das ist eine rein private Initiative. Und solche brauchen wir noch viel mehr.“

"Kommen, sehen und staunen Sie…"

… und zwar am 19. März 2009 um 18.00 Uhr, Hafenstrasse 1, Kappeln.

An diesem Abend nämlich wird Dr. Helmut Graunke, der Vertriebsleiter der
Port Olpenitz GmbH auf Initiative der Jungen Union interessierte Zuhörer nicht nur über das Gelände der zukünftigen Mega-Touristenstadt führen, „Animationen und Karten zeigen“, sondern auch im Rahmen einer Diskussion alle Fragen rund um Port Olpenitz beantworten.

Um vorsorgliche Anmeldung unter der Telefonnummer 04642 / 96 48 98 wird gebeten.

Quelle: Schleibote, 20.Februar 2009

Nachgereicht:
Auf den Internetseiten der Jungen Union Schleswig/Flensburg findet sich auch die vom 12. Januar 2009 datierte Anmeldung „An alle Mitglieder und Freunde des Ortsverbandes Kappeln“, die auf die Veranstaltung hinweist.

Anmeldungen – bitte bis zum 23. Februar 2009 – werden vom Ortsvorsitzenden der Jungen Union, Janosch Karker, unter der angegebenen Telefonnummer gerne entgegengenommen.