Einmal umfahren, bitte…

… und das möglichst weiträumig.

So könnte ab 2009 der fromme Wunsch des Autofahrers lauten, dessen Routenplanung das Nadelöhr Eckernförde beinhaltet.

Denn ab 2009 könnte mit dem umstrittenen Aus- und Umbau der B76 begonnen werden, der aus dem stauanfälligen und engen Streckenabschnitt zwischen Lornsenplatz und Carlshöhe eine komfortable und entlastende vierspurige Strasse machen soll.

Wenigstens theoretisch. Denn ob das ehrgeizige Unterfangen letztendlich von Erfolg gekrönt ist, wird sich erst zeigen. Müssen.

„Das Problem sei, dass bisher niemand habe sagen können, wie der Ausbau konkret aussieht und welche Verbesserungen damit verbunden sein sollten.“ Meint die Bürgerinitiative Orstumgehung Eckernförde, kurz BOE.

Bislang sind durch Fachleute lediglich „positive Auswirkungen für den Verkehr in Eckernförde“ bescheinigt, die Engpässe nicht zu 100 Prozent auschliessen, aber immerhin „wesentliche Verbesserungen“ bringen sollen.
Sogar der Eckernförder Bürgermeister muss einräumen, dass „sich durch die Vierspurigkeit der Bundesstraße die Probleme der nachrangigen Straßen“ nicht lösen lassen und weiterhin Handlungsbedarf besteht.

Aber im Hinblick auf das erhöhte Verkehrsaufkommen in Richtung des geplanten
Port Olpenitz, bzw. durch die Erweiterung Damp sei vorausschauend zu denken und vor allem zu handeln:

Deshalb werden demnächst 12.000 qm Gehölzflächen weichen, zwei Jahre lang auf der B76 eine Baustelle eingerichtet und eine 250 Meter lange Lärmschutzwand entstehen.

Nach Abschluss der Bauarbeiten des ersten Teilabschnittes bis zur Noorstrasse soll dann nach intensiver Beobachtungszeit entschieden werden, ob es auch zum Ausbau des zweiten Teilabschnittes bis zur Einmündung Schwansenstraße kommt.

Angesichts dieser Aussichten nicht wirklich verwunderlich scheint, dass sich „eine große Ernüchterung“ breitmachen könnte, sollte der Teilausbau nicht den erkennbaren Erfolg bringen, der von den Ausbaugegnern ohnehin angezweifelt wird und die über 3000 Unterschriften gesammelt haben, um sich gegen den derzeitig geplanten Ausbau und für eine Ortsumgehung aussprechen.

Quelle(n):
Eckernförder Zeitung, 29. November 2008
Kieler Nachrichten, 28. November 2008

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Kinder fragen…

… Erwachsene antworten.

Heute: Wie hoch kann ein Leuchtturm sein?

Während eine kinderkompatible Antwort zum Beispiel hier zu finden ist, könnte man sich angesichts der Illustration im Tourismus Newsletter/ November 2008 durchaus fragen, wie dem Schleimünder Leuchtturm seine zukünftige rot-weiße „Konkurrenz“ nebenan gefällt, die ab 2013 auf die zusätzliche Abbiegemöglichkeit Richtung
Port Olpenitz aufmerksam machen soll.

Aufmerksam verfolgen konnten die Teilnehmer des Tourismustages Schleswig-Holstein zumindest den derzeitigen Stand der „visionären Projekte Port Olpenitz oder der Inselaufschüttung Helgolands“, die für Entwicklungsperspektiven und Chancen des Hotelmarktes im Norden unter besonderer Berücksichtigung des Destinationsmarketing und Standortforderungen seitens der Betreiber von Bedeutung sein könnten.

Denn dass die Finanzkrise nicht nur ein Wort ist, sondern spürbare Auswirkungen hat, beschreibt Silke Trost/WTSH:
„Während gerade die USA aktuell einen Rückgang bzw. einen Baustopp bei Neuprojektierungen erleben, zeigen sich die Auswirkungen auch auf den europäischen Hotelmärkten. Auch hier ist eine zunehmende Zurückhaltung in Neuinvestitionen festzustellen. Es ist davon auszugehen, dass die Bankenkrise insbesondere zu einer Verteuerung bei der Finanzierung und der Projektentwicklung führen wird.“

Übrigens: Eine Krise der eigenen Art erlebt erneut der Kappelner Haushalt, dessen „prekäre Finanzlage noch immer nicht von allen Entscheidungsträgern der Stadt erkannt worden ist“, wie es das Gemeindeprüfungsamt für das Jahr 2007 amtsfreundlich ausdrückt, was dazu führt, dass neben dem Fehlbetrag von 1,1 Millionen (!) Euro für das laufende Jahr auch von 350.000 Euro Minus für 2009 ausgegangen wird.

Den Ernst der Lage sieht entsprechend auch Horst Trauzettel (CDU), der einmal mehr die geforderte Haushaltskonsolidierung anmahnt. Denn nicht nur ihm dürfte klar sein, dass eine alleinige Anhebung der Hundesteuer bei weitem nicht ausreichen dürfte, den angeschlagenen Haushalt aus den roten Zahlen zu führen.

Quelle: Schleibote, 28. November 2008

Wildes Spekulieren und vereinzelte Fakten…

… in einer sehr einseitigen Darstellung.

So liesse sich der derzeitige Sachstand um das gescheiterte
150 Millionen Euro Projekt „Auf der Freiheit“ in Schleswig und der abgesprungenen Buss Gruppe zusammenfassen.

Denn wo „Die Welt online“ am gestrigen Tag lediglich eine neunzeilige Meldung herausgibt, in der als Grund für den Rückzug der Streit um die Anzahl der Hausbootliegeplätze angeführt wird, wird anderswo (via shz Online) intensiv analysiert und spekuliert, ob denn wirklich ein 150 Millionen Euro Projekt an schlussendlich lächerlichen vier fehlenden Liegeplätzen scheitern kann, oder hier nicht doch eher mangelnde Finanzen in schweren Zeiten und in Verbindung mit schleppender Nachfrage und Interesse Grund für den Ausstieg sein könnten.
Gelegentliche Exkurse der KommentatorInnen auch bezüglich des geplanten
Port Olpenitz als mögliche Konkurrenz für Schleswig lassen die Sorge, das Unverständnis und die vielen offenen Fragen erneut deutlich werden, mit denen eine kleine Stadt wie Schleswig oder Kappeln in Sachen Handhabung Großprojekt agieren muss.

Die Kieler Nachrichten online bleibt bei indes der unbeirrten Hoffnung der Unternehmergruppe „Team Vivendi“ auf einen „in Kürze“ gefundenen neuen Investor und dem kommenden ersten Spatenstich trotz aller Probleme im Februar 2009.

Einzig das Hamburger Abendblatt geht in seiner Berichterstattung über die Frage nach der Liegeplatzanzahl als Verhinderer des Großprojektes hinaus und beleuchtet auch einen ganz anderen Aspekt:

Demnach seien nämlich nicht die fehlenden Hausbootplätze Schuld an der Misere, die -so Geschäftsführer/Buss Gruppe Renko Schmidt- „einen erheblichen Anteil an der Kalkulation [bildeten], so dass die Ertragsstruktur durcheinander gekommen sei“, sondern zitiert den Schleswiger Bürgermeister Thorsten Dahl:
„Das mir vorliegende Ergebnis aus dem Gespräch zwischen A.P.-Möller und Buss-Gruppe sagt aus, dass der Buss-Gruppe ein Millionenbetrag für die Umsetzung ihres Bauvorhabens fehlt.“

Tatsächlich findet sich auf der Homepage des gerade in letzter Zeit stark und zum Teil mit äußerst unfairen und fragwürdigen Aktionen angegriffenen Bürgermeisters eine Stellungnahme zum Thema „Auf der Freiheit“, in der nicht nur die Vorwürfe der Buss Gruppe zurückgewiesen werden, die Stadt habe das Projekt „gleichgültig“ behandelt, sondern auch deutlich wird, dass der A.P Møller Fonds keineswegs den „Schwarzen Peter“ verdient, der ihm durch einseitige und verkürzte Berichterstattung durchaus zugeschoben wird.

Nach wie vor offen ist auch eine mögliche Auswirkung des Absprunges der Buss-Gruppe für Port Olpenitz.

Denn die Buss-Gruppe hat sich nicht nur mit der Harminvest zusammengeschlossen, um gemeinsam unter dem Titel Laiwen als „Lifetime-Immobilien – Am Wasser zu Hause“ u.a. für den geplanten Seepark Waren (Harm) und „Auf der Freiheit“ (Buss Gruppe) zu agieren, sondern ist laut Unternehmenspräsentation der Buss Marina Projects zusätzlich an der Entwicklung des Sportboothafens für „gehobene Bootsklassen im Rahmen der Konversion des Marinestützpunktes Port Olpenitz“ beteiligt und für Port Olpenitz Geschäftsführer Jaska H.Harm auch als Betreiber der Marina im Gespräch.

Aus für Schleswig…

… die Buss Gruppe zieht sich als Investor für das 150 Millionen Euro teure Projekt
Auf der Freiheit“ in Schleswig zurück.

Mit dieser wenig vorweihnachtlichen Schlagzeile überraschen die heutigen
Schleswiger Nachrichten und berufen sich dabei als Grund auf „unüberbrückbare Differenzen mit dem A.P.-Møller-Fonds über den Standort von 14 Hausbooten sowie eine „gleichgültige Behandlung“ des Projekts durch die Stadtverwaltung.

Drei Schlichtungsgespräche sollten helfen, den von der Buss Gruppe geforderten Standort von insgesamt 14 Hausbooten auf dem Gelände zur Zufriedenheit aller Beteiligten zu platzieren; unter 12 Entwürfen sei schliesslich eine Auswahl möglich gewesen, die zuletzt noch aktuellen Vorschläge liessen Platz für 7, bzw. 10 Boote, doch nichts half: „Es war keine Frage von friss oder stirb“, unterstreicht der beteiligte Rechtsanwalt Meerbach, „wir haben wirklich konstruktiv gearbeitet.“ Der Fonds habe mit eigenen Mitteln Vorschläge für ein mit der Buss-Gruppe gemeinsam gestaltetes Hafenprojekt präsentiert – vergeblich.

Das Ergebnis überrascht entsprechend auch die Dänen: „Für den A.P.-Møller-Fonds ist es nicht nachzuvollziehen, dass der Wegfall einiger Hausbootliegeplätze in einem ohnehin schwierigen Markt ein Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von 150 Millionen Euro zum Scheitern bringen soll, wenn hier nicht andere Gründe vorliegen.“

Ob und gegebenenfalls welche Konsequenzen das Scheitern des Projektes jetzt auch für Port Olpenitz haben wird, das ebenfalls durch die Buss Gruppe bezüglich „Entwicklung Sportboothafen“ betreut wird, bleibt offen.

Für Schleswig sollen jetzt neue Investorengruppen gesucht -und gewonnen- werden.

Gold…

… dass sich eine dauerhafte Mitgliedschaft in der Ostseefjord Schlei GmbH auch für die Stadt Kappeln auszahlen könnte, beweist nicht nur der mit „Gold“ bewertete Internetauftritt der rührigen GmbH, die sich in Sachen Tourismus rund um Schleswig-Holstein einen immer größeren werdenden Bekanntheitsgrad verschafft.

Mit der ausgezeichneten Leistung bewährt und bestätigt sich die Ende 2007 erfolgte Überarbeitung der Homepage und bescheinigt erneut ein professionelles und erfolgversprechendes Online-Marketing.

Wie Gewinner der jährlich beim Tourismustag SH ermittelten Internetauftritte sonst so aussehen, zeigt der Gesamtsieger Westerland/Sylt , der sich klar gegen die Konkurrenz durchsetzen konnte.

Alle Ergebnisse, einschliesslich der neu eingerichteten Sonderpreise um touristische Neuausrichtung in Schleswig-Holstein in den Bereichen Vertriebsorientierung und Zielgruppenausrichtung finden Sie hier.

Umorientieren in Sachen Internetauftritt will sich offenbar auch die Stadt Kappeln, die in der kommenden Stadtvertreterversammlung am Momtag, 24 November 2008 einen Punkt der Tagesordnung der Neugestaltung der stadteigenen Homepage widmet und sich dafür nicht nur ein Jahr Zeit („Als Projektbeginn ist Anfang Januar 2009 geplant, die Umsetzung für Ende 2009 vorgesehen“), sondern für „Modul und Installationskosten“ einmalig eine Summe von 16.400 Euro aus dem Stadtsäckel nehmen möchte.

Nebenbei: Die Kappelner CDU hat ihren Umbau letzter Woche fast abgeschlossen und ist mit neuer Optik und frischen Farben im Web vertreten.

Investieren an der Ostsee…

… gute Idee oder besser doch nicht?

Dieser Artikel aus der LifeGen.de liefert mögliche Antworten in Zeiten der Finanzkrise, des Klimawandels und dem Küstenschutz.

Ziemlich düster sieht denn auch die Zukunft aus; ein vorsichtiger Blick ins Jahr 2030 lässt keinen Zweifel daran, dass Handlungsbedarf weitaus mehr als nur ein Schlagwort ist.

Das geschilderte Worst Case Szenario eines beachtlich gestiegenen Meerespiegels muss zwar nicht genauso wie im neuen Sachbuch „Prima Klima“ der Bestsellerautoren Marita Vollborn und Vlad Georgescu geschildert eintreten, aber wenn
… dann steht die Bundesrepublik vor gewaltigen Problemen.

Beispiel Schleswig-Holstein:

„Die Ostseeküste von Schleswig-Holstein ist geologisch gesehen Jungmoränenland und liegt damit zwar höher als die Nordseeküste des Bundeslandes: Lediglich 318 Quadratkilometer unterschreiten hier die Grenze von 3 Meter über dem Meeresspiegel – noch. Allerdings konzentrieren sich in Zentren wie Travemünde, Lübeck, Flensburg, Neustadt, Eckernförde oder Scharbeutz und Timmendorfer Strand auch Bevölkerung und Sachwerte. Entlang der schleswig-holsteinischen Ostseeküste leben 92 000 Menschen; die Sachwerte werden auf eine Höhe von rund 15,5 Millionen Euro beziffert.“

Auswirkungen:
„Sturzfluten und Überschwemmungen werden Straßen und Keller überschwemmen, innerhalb weniger Stunden fällt mehr Regen als sonst im gesamten Monat ; Sturmfluten peitschen bis zu 20 Zentimeter höhere Wellen gegen die Deiche als heute. Brüche sind an der Tagesordnung, die Kosten für Erneuerungen gehen in die Milliarden.“

„Erosionen und Überflutungen führen zum fortschreitenden Verlust von Salzwiesen und Deichvorländern. Mit den speziellen Lebensräumen verschwinden charakteristische Tier- und Pflanzenarten.“

„Giftige Quallen- und Algenarten richten sowohl im Tourismus als auch in der Fischerei große Schäden an. Die als Blaualgen bekannten Cyanobakterien vermehren sich explosionsartig über riesige Gebiete.
Die tiefen Schichten der Ostsee sind ökologisch tot.“

Den kompletten Artikel finden Sie hier!
Lesenswert!

Bewegt…

… wurden nicht nur in Dubai Millionen Kubikmeter Erde, sondern auch im Baugebiet Port Olpenitz tut sich etwas.

Wie dieser Fersehbericht vom 11. November 2008 der „Drehscheibe Deutschland“ zeigt, laufen die Abrissarbeiten im ehemaligen Marinehafens an, um „Deutschlands größte Touristenstadt“ entstehen zu lassen.

Unter dem Titel „Streit um Ferienparadies“ kommen sie alle zu Wort, der ehemalige Bundeswehrangehörige, der mit Port Olpenitz eine neue Chance -und einen neuen Arbeitgeber erhält; der Projektleiter der Port Olpenitz GmbH Jaska H.Harm, der festhält „Die Ansprüche wachsen die ganze Zeit“ und betont, wo früher 11% des verfügbaren Einkommens in Tourismus und Freizeit gesteckt wurden, sind es heute 21%, was den Wunsch nach gewissem Luxus ebenso erklärt, wie den Willen, diese Freizeit entsprechend zu genießen; der Umweltschützer, der fragt, ob sich Schleswig-Holstein tatsächlich solch Gigantomanismus leisten will oder besser auf sanfteren Pfaden wandeln sollte, der Bürger, der die versprochenen „paar Tausend“ Arbeitsplätze und den Aufschwung sieht, der ehemalige Militärpfarrer, der sich über das kommende Leben in Kappeln freut, der Bürgermeister, der -egoistisch betrachtet- zugibt, dass die jährlichen Mehreinnahmen von 2,5 Millionen Euro für das Stadtsäckel durchaus mehr als willkommen sind.

In vier Jahren, so der Film, soll sie dann fertig sein, die Ferienstadt mit Skihalle und Golfplatz, mit Eventarena und Yachthafen mit 2500 Liegeplätzen…

Eher vorausschauend, …

… als Seitenblicke riskierend, fasst Heike Franzen (CDU) ihre Ansicht in Worte, dass mit dem Bau der „maritimen Luxus-Hafenstadt“ Port Olpenitz an der Schleimündung Änderungen auf die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zukommen werden.
Denn da, wo eine Marina mit „über 1.000 Gast- und Dauerliegeplätzen
[es sind ca. 2.500 Liegeplätze insgesamt…] sowie 7.000 Übernachtungsmöglichkeiten im Feriendorf entstehen“ gewinnt die Arbeit der Seenotretter in Sachen
Sicherheit im Segelrevier an Bedeutung.

Dem stimmt auch Seenotretter Dirk Höper zu, der durch Port Olpenitz mit „mehr Einsätzen der DGzRS rechnet: „Mehr Feriengäste bedeuten für uns auch mehr Menschen, die eventuell aus kritischen Gefahrensituationen gerettet werden müssten.“

Quelle: Flensburger Tageblatt, 20. November 2008

"Seitenblick…"

… der Schleibote von heute, 20. November 2008 bringt es auf Seite 1:

Dubais scheinbar unbegrenzter Luxus feiert sich selbst mit dem größten „Feuerwerk aller Zeiten“ und der ursprünglich für 2006 vorgesehene Eröffnung der künstlichen Insel „The Palm Jumeirah“ nach sieben Jahren Bauzeit und dem Umwälzen von 100 Millionen Kubikmetern Erde…

Der spektakuläre Bau ist Teil des werbewirksam auch als „achtes Weltwunder“ bezeichneten und mehrere Milliarden teuren Projektes „The Palm“, das bis 2010 jährlich für 15 Millionen Touristen das Ziel sein soll.

Das „futuristische Urlaubsparadies“ wartet mit ca. 2000 Villen, 40 Edelhotels, Shoppingmalls, Yachthafen und allem nur erdenklichen Luxus auf. Als eines der Highlights wird das „Atlantis“ vermerkt, ein Hotel mit angeschlossenem Unterwassermärchenland, in dem es sich mit „Delphinen schmusen“ oder mit Haien tauchen lässt…

Bereits drei Tage nach Vermarktungsstart waren keine Villen der Insel mehr erhältlich: angeblich sind alle Luxusappartements verkauft.

Aber das Bild unerschöpflichen Reichtums bekommt Risse.
So beschreibt die boerse.ard vom 19. November 2008 das veränderte Bild, wonach auch Dubai in den Sog der Finanzkrise gerät.
Mitgrund: Die Abhängigkeit von ausländischen Investoren erweist sich als „fatal“ – angelsächsische Anleger verlagern ihr Geld ab und schichten Vermögen um, Schätzungen gehen insgesamt von 40 bis 50 Milliarden Dollar aus, die aus der Region abgezogen wurden.

Immobilienpreise fallen, Bauprojekte hängen in der Schwebe oder werden gestoppt, es liegt die Frage im Raum, ob Dubais Märchentraum buchstäblich auf Sand gebaut ist oder wie das sagenhafte Atlantis untergeht.

Erste Banken vergeben keine Kredite mehr; Spekulativ wird schon nach tatsächlicher Realisierung der Palm Deira, geplante weltweit größte künstliche Inselgruppe überhaupt, gefragt.

Auch der Bau des weltweit größten Vergnügungsparks „Dubailand„, einschließlich Kopie der chinesischen Mauer, gigantischer Skihalle und nachgeahmten Venedig steht vor Verzögerungen.

Spitzt sich – wie von einigen Experten befürchtet, die gar von einem Zusammenbruch des Immobilienmarktes sprechen – die Situation um die „auf Pump“ gebauten Träume Dubais weiter zu, muss benötigtes Kapital vom noch reich(er)en Nachbaremirat
Abu Dhabi bereitgestellt werden.
„Abu Dhabi wird Dubai nicht untergehen lassen“, heisst es schon jetzt beruhigend.

Sollte es zur Finanzspritze kommen, kann in Dubai beruhigt weiter am Gigantismus gearbeitet werden. Hochfliegende Pläne gibt es nämlich ungeachtet der Frage nach dem Geld schon jetzt: Bereits in drei Jahren soll nach Idee und Vorstellung des Immobilienentwicklers Nakheel mit dem Bau des allerallerallerhöchsten Wolkenkratzers begonnen werden.
Über 1.000 Meter…