Und Schuld hat…

…wie immer nur einer…

Quelle: SHZ / Schleibote/ 21.Juli 2017

olpenitz

KAPPELN Das Feriendorf Olpenitz, das lange still und stetig vor sich hin wuchs, hat die Rolle des aktuellen Sorgenkindes der Stadt übernommen – und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Immer noch gibt es erhebliche Unsicherheiten bei der Entwässerung. Weiterhin werden Baugenehmigungen nicht erteilt. Und außerdem hat die Helma Ferienimmobilien GmbH, seit gut dreieinhalb Jahren Eigentümerin fast des gesamten Areals im früheren Marinestützpunkt, bis heute nur einen Teil der städtebaulichen Verträge der insolventen Port Olpenitz GmbH übernommen. All diese Dinge greifen ineinander, hätten aber, davon kann man im Rückblick ausgehen, schon vor einer ganzen Weile geklärt oder zumindest miteinander besprochen werden können.

Das Problem Am Ende läuft alles auf eine derzeit vollkommen unklare Entwässerung hinaus – erstmals deutlich zutage getreten im vergangenen Sommer. Damals wurde das Bauvorhaben „Bollwark“ auf der Nordmole (vier Gebäude mit je 26 Wohneinheiten) vorgestellt und drohte, an der mangelhaften Erschließung zu scheitern. Die Baugenehmigung kam schließlich doch – allerdings nur für den ersten der vier geplanten Bauten. Seitdem werden bis zur endgültigen Klärung des Abwasserproblems keine weiteren Genehmigungen erteilt. Und das wiederum trifft gleichermaßen den „Bollwark“-Investor wie auch die Helma.

Die Verträge Noch im Mai 2014, also wenige Monate, nachdem die Helma das Feriendorf übernommen hatte, sprach der geschäftsführende Gesellschafter Per Barlag Arnholm davon, dass die städtebaulichen Verträge auf einem guten Weg seien. Es existiert ein sogenannter Überleitungs- oder auch Übertragungsvertrag zwischen der Stadt, der Helma und dem früheren Insolvenzverwalter, wonach die Helma als Vertragspartner in die städtebaulichen Verträge einsteigt. Was es nicht gibt, das zumindest erläuterte Rainer Moll (SPD) während der jüngsten Sitzung des Bauausschuss, sind Änderungen in den Verträgen, die der neuen Situation nach der Insolvenz Rechnung tragen würden. Ein Umstand, den Michael Arendt (LWG) bereits im April 2014 angemahnt hatte. Und Bürgermeister Heiko Traulsen erklärte nun, dass die Helma bislang eben nur einen Teil der Vertragsinhalte übernommen habe. „Es besteht bisher keine Einigkeit etwa bei der Bürgschaftshöhe oder den Fertigstellungsfristen“, sagte er. Detaillierter wollte Traulsen zumindest öffentlich nicht werden – auch nicht auf die Nachfrage von Matthias Mau (CDU), ob das Thema Entwässerung Teil der von der Helma übernommenen Verträge sei und wann die noch zu verhandelnden Inhalte unterschriftsreif vorlägen. Dazu Traulsen: „Ich kann nicht abschätzen, wie lange das noch dauert.“ Axel Langkowski (CDU) sprach daraufhin von einem „vertragslosen Zustand“. Auf jeden Fall eine äußerst ungünstige Position für die Stadt – und eine, die zumindest für die Politik überraschend kam. In der Vergangenheit war bei mehreren Nachfragen der Politiker von der Verwaltung der Eindruck vermittelt worden, die Angelegenheit gebe keinen Anlass zur Sorge. Nun ist klar: Das tut sie doch.

Der Gutachter Als die Unsicherheiten bei der Abwasserentsorgung im Feriendorf im vergangenen Sommer erstmals öffentlich wurden, schlug die CDU vor, die tatsächliche Kapazität der Abwasseranlage gutachterlich untersuchen zu lassen – einerseits um weitere Spekulationen einzudämmen und um eine unabhängig geprüfte Grundlage für weitere Gespräche in der Hand zu haben. Das Anliegen blieb ein Vorschlag, umgesetzt wurde es bislang nicht. Nach wie vor ist die Leistungsfähigkeit der Abwasseranlage unklar, zumindest ist sie bisher nicht öffentlich kommuniziert worden. Genauso unklar: Ist die Stadt selber verpflichtet, die Abwasserbeseitigung zu gewährleisten? Nein, sagt der städtische Anwalt. Kappelns eigene Abwassersatzung verlangt derweil von der Stadt, Schmutzwasser aus abflusslosen Gruben von solchen Grundstücken abzufahren, die nicht an einen „betriebsfertigen Abwasserkanal“ angeschlossen werden können.

Die Zusammenarbeit Schreiben der Investoren an die Stadt lassen erkennen, dass sie die Zusammenarbeit vor allem mit dem Bürgermeister für unbefriedigend halten. Umgekehrt hatte auch Heiko Traulsen während der jüngsten Bauausschusssitzung zumindest die Verlässlichkeit der Helma in Frage gestellt. Offenbar reicht es derzeit nicht einmal für Gespräche. Schon im vergangenen Juli hatte die Helma schriftlich um rechtzeitige Informationen und mehr Einbezug gebeten. „Bollwark“-Investor Jochen Tell hatte, ebenfalls schon im zurückliegenden Sommer der Stadt mit einer Klage gedroht, und die Situation ist nach den sich wiederholenden Problemen nicht besser geworden. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Volker Ramge hatte nun für Mitte Juli zwei Gesprächstermine vorgeschlagen, um alle Beteiligten gemeinsam an einen Tisch zu bewegen – eine Einladung, zu der, so beschreibt Ramge es selber, die Investoren zugesagt hätten, auf die der Bürgermeister aber „nicht einmal geantwortet“ habe. Das Gespräch fand nicht statt. Rebecca Nordmann

Richtfest…

bollwark

In Olpenitz, im Ferienresort der Extraklasse tut sich Großes: Richtfest für das Bollwark Projekt – der Schleibote vom 20.6.2017 ist vor Ort und freut sich mit geladenen Gästen über Baufortschritt nach langem Hin und Her und nunmehr frischen Wind an der Küste:

Zur Erinnerung: Jedes der vier geplanten Häuser erstreckt sich über drei Vollgeschosse sowie ein Staffelgeschoss und steht auf jeweils zwei Flurstücken – ein Umstand, den der B-Plan zulässt, der aber aufgrund des befürchteten massiven Anblicks der Gebäude auf starke Kritik gestoßen war. Henrichs rief den Anwesenden ebenfalls die Probleme der Erschließung ins Gedächtnis, die Stadt hatte Sorge, dass die vorhandenen Abwasserleitungen dem vollständigen Projekt nicht standhalten würden. Im Sommer vergangenen Jahres lag schließlich die Baugenehmigung auf dem Tisch, seitdem werden – bis zur endgültigen Klärung des Abwasserproblems – keine weiteren Genehmigungen für den Bereich der Nordmole erteilt.

Jetzt aber freuen sich alle Beteiligten über das bisher Erreichte und sehen zuversichtlich nach vorn, denn -so Investor Jochen Tell:

Diese Region ist ein Geschenk.

 

Quelle: shz/20.6.2017

https://www.shz.de/lokales/schleibote/ferienwohnungen-in-bester-lage-id17101881.html

„Und wen es stört, der muss es ja nicht buchen.“

olp

Das Ferienresort Olpenitz freut sich über eine gute Auslastung, viele Besucher und den bemerkenswerten Baufortschritt! In einem Bericht im Schleiboten vom 15. Juni 2017 geht die Zeitung der Frage nach, wie es wohl ist, da zu urlauben, wo andere fleissig arbeiten. Das Ergebnis ist gemischt: Während die einen restlos überzeugt sind von Haus, Ausstattung und Angebot, suchen andere eher die Ruhe weg vom Baulärm und Arbeitsatmosphäre.
Aber: Läuft!
So die Gesamtmeinung:

Helma-Projektleiter Stephan Kipping und der Bauleiter der Firma Natura, Daniel Kock, bestätigten: „Es klappt sehr gut mit den Urlaubsgästen.“ Und das, obwohl hier teilweise von 7 Uhr morgens bis 19 Uhr am Abend gearbeitet werde. „Sie haben Verständnis und werden ja auch vorher auf die Arbeiten hier hingewiesen“, erklärte Kock. Klar – ein, zwei Ausnahmen gebe es immer. „Manchmal kommt schon einer und will tatsächlich seine Ruhe haben“, sagte er und lachte.

Ein, zwei Beschwerden – von mehr könne er auch nicht berichten, sagte Jasny Reinhardt, Leiter des Servicebüros der Firma Novasol. Derzeit seien alle Ferienunterkünfte im Resort ausgebucht. Die Gäste, die Olpenitz buchen, werden textlich in den Katalogen, aber auch im Internet auf die Bautätigkeiten und eventuelle Beeinträchtigung durch Baulärm hingewiesen. Kunde Dirk Solldorf bestätigte das: „Und wen es stört, der muss es ja nicht buchen.“

Blinder Aktionismus oder…

…lieber Weitsicht?

schlei

In Sachen Schleiterrassen/ Ellenberg, geht es weiter – irgendwie.
Und da Kappeln mit Großprojekten so seine Erfahrungen hat, natürlich auch mit Stolpersteinen, Vorsicht, Bedenken und forschem Ehrgeiz.

Wohin das führt, ist derzeit offen, sicher nur:

ES SOLL ETWAS PASSIEREN.

Und das, was passieren soll, liegt irgendwo zwischen „Hinhaltetechnik“ ( Rainer Moll, SPD) und  „letzte Punkte abarbeiten„( Heiko Traulsen, Bürgermeister).

 

Der bislang kritische städtebauliche Vertrag scheint demnach – endlich – zu einer für beide Vertragspartner akzeptablen Version gefunden zu haben. Einziges Problem: Wer darüber beschließen soll und zu welchem Zeitpunkt sind zwei neue Gesichtspunkte, über die nun gestritten wird.

Ausgangspunkt ist dabei ein Antrag der beiden großen Fraktionen der Stadtvertretung, CDU und SPD, für die der städtebauliche Vertrag inzwischen Unterschriftsreife hat. Ziel des Antrags ist „eine abschließende Entscheidung der Stadt“ zum Vertrag – und zwar noch im März. Danach fordern beide Fraktionen zwei kurzfristige Sitzungen des Bauausschusses (am 13. und 20. März), um spätestens beim zweiten Termin einen Beschluss fassen zu können, der den Bürgermeister auffordert, den städtebaulichen Vertrag zu unterschreiben.

Die abschließende Entscheidung in dieser Sache verankern CDU und SPD in der Verantwortung des Bauausschusses und berufen sich dabei auf die Zuständigkeitsordnung der Stadt. Aus der geht die Autorität eben dieses Fachausschusses bei „Entscheidung über den Abschluss von Erschließungs- und städtebaulichen Verträgen, soweit ein Betrag von 25 000 Euro überschritten wird“ hervor.

Allerdings: Anstatt blind drauflos zu preschen gibt es auch alternative Gedanken, zum Beispiel seitens der Liberalen Wählergemeinschaft Kappelns:

Erschließungs- und städtebauliche Verträge seien derart bedeutungsvoll, dass eine Entscheidung darüber „dem höchsten Gremium unserer Stadt, der Stadtvertretung,“ übertragen werden solle. Und Bürgermeister Heiko Traulsen möchte zunächst die anwaltliche „Gesamtbetrachtung“ des Vertrags, also inklusive aller Anhänge und letzter Kommentierungen, abwarten, da man sich bislang in den Gesprächen ja nur auf die augenscheinlich kritischen Punkte beschränkt habe. So liest Traulsen auch die anwaltliche EMail, in der auch davon die Rede ist, dass die Stadt entscheiden möge, ob sie sich „mit diesem Verhandlungskompromiss auf den Weg machen soll“. Traulsen: „Auf den Weg machen, heißt für mich, diese letzten Punkte abzuarbeiten.“

Den gesamten Artikel lesen Sie im Schleiboten, vom 4.März 2017.

Olpenitz wacht auf, Kappeln auch?

unbenannt

Der Schleibote von heute, 1.3.2017 liefert gute Aussichten für Kappelner Gewerbetreibende, die sich in dem für 2022 fertiggestelltem Feriendorf Olpenitz engagieren und einbringen soll(t)en.

Auf Nachfrage erläuterte Sönnichsen, dass die Helma Ferienimmobilien GmbH die angebotenen Flächen baue und anschließend verkaufen wolle – zu einem geschätzten Quadratmeterpreis von 3500 bis 4000 Euro. „Wer mit seinem Gewerbe dort aktiv werden will, muss kaufen“, sagte der Projektentwickler. „Helma wird die Flächen nicht zur Vermietung anbieten.“ Die Vergabe erfolgt demnach als sogenannter erweiterter Rohbau, den Innenausbau übernimmt der Käufer. Gleichwohl ist Sönnichsen bereit, sowohl Kauf- als auch Mietinteressenten zu sammeln. Immerhin bestehe die Möglichkeit, dass ein Käufer das Erdgeschoss eines Gebäudes anschließend in die Vermietung gebe. Ebenfalls auf Nachfrage sprach Sönnichsen von geplanten Freizeiteinrichtungen im Resort, zuvor hatte er bereits klargestellt, dass man das Feriendorf als Tagesziel für Urlauber etablieren wolle.

 

Quelle: http://www.shz.de/lokales/schleibote/so-sind-die-perspektiven-im-feriendorf-id16234491.html