Beistand, bitte…

…um sicherzugehen, dass sich die Marina Olpenitz nicht erneut in Schieflage begibt, was Fortführung und Weiterbau anbelangt, soll es jetzt jemand richten, der weiß, wie das geht. Koste es, was es wolle…

olpjur

Das Abwasserproblem im Ferienressort sorgt weiter für Beschäftigung der Stadtverwaltung und des städtischen Bauamtes.

Volker Ramge dazu:
„Wir sollten aus politischer Sicht signalisieren, dass wir eine anwaltliche Begleitung wollen, allein schon um eventuellen Schadenersatzforderungen, unabhängig davon, ob sie berechtigt sind oder nicht, begegnen zu können.“

 

Immerhin:
Derweil konnte Bürgermeister Heiko Traulsen bereits einen ersten Termin mit einer Kieler Kanzlei für die kommende Woche bestätigen und lud die Vorsitzenden der Fraktionen dazu ein, dieses Treffen gemeinsam mit der Verwaltung wahrzunehmen.

Entwarnung auch bei einem anderen Thema: Die Standfestigkeit der Nordmole trotzt demnach Wind und Wetter und sämtlichen baulichen Eingriffen und stellt keinen Anlass zur Besorgnis dar.

Schleibote,18.8.2016

„Eine Katastrophe für …“

… Kappeln.

Sagt Volker Ramge, Bauausschussvorsitzender  (CDU) zu der Tatsache, dass derzeit für den nördlichen Bereich, die Nordmole des Ferienressorts Olpenitz keine weitere Baugenehmigung erteilt werden kann, was vor allem das sperrige Konstrukt BOLLWERK  (Ursprungsplanung: vier Gebäude mit 82 Wohnungen) betrifft, das sich nun schon des öfteren als Stolperstein in Sachen Abwasser erweist.

baustop

Schuld hat wie immer die Stadt Kappeln, die offenbar mit dem Umgang aller Rechte und Pflichten eines so üppigen Bauvorhabens überfordert zu sein scheint. So jedenfalls der entstehende Eindruck, wenn erklärt wird:

Zur Erinnerung: Bereits im Juli hatte AKGGeschäftsführer Wolfhard Kutz eingeräumt, im Norden des Feriendorfes an einer Grenze angelangt zu sein, über die hinaus kein Einvernehmen zu weiteren Bauanträgen erteilt werden könne, „bevor nicht die Abwasseranlage erweitert wird“. Nach wie vor ist unklar, in wessen Zuständigkeit die Pflicht zur Erschließung überhaupt fällt – ein Punkt, der nun mit anwaltlicher Hilfe geklärt werden soll.

Der Streit um die -mögliche und nötige notwendige- Erschließung, deren Kosten und das weitere Vorgehen wirbelt die Meinungen ordentlich durcheinander.

Der SPDFraktionsvorsitzende Rainer Moll sagte dazu: „Olpenitz ist eine Mammutaufgabe. Die Umsetzung kann man von einem KleinstadtBauamt schlicht nicht verlangen.“ Auch Volker Ramge nannte das Projekt „hochgradig komplex“, sodass man – wenn auch noch nicht abgesegnet vom Hauptausschuss – der Verwaltung gerne Geld zur Verfügung stellen würde, um sich juristische Hilfe zu holen. „Das ist kein Vorwurf an die Verwaltung“, betonte er. Vielmehr ein Angebot, um derart komplizierte Verträge und Verhandlungen nicht alleine bearbeiten zu müssen. Damit einher geht allerdings auch ein Informationsanspruch, den Moll und Ramge ganz klar gegenüber dem Bürgermeister formulieren. Moll etwa sagte: „Wir wollen das System der gefilterten Informationen endlich durchschlagen. Unbequeme Dinge werden nicht besser, indem man sie verschweigt.“ Auch Per Barlag Arnholm sagte: „Wir wollen gegen niemanden irgendwelche Kämpfe führen, aber wir erwarten Gespräche.“

Quelle: Schleibote / SHZ / 16.8.2016

Einkaufen…

… und endlich nicht mehr bis nach Kappeln fahren müssen, um morgens frische Brötchen samt Seeblick genießen zu können.
Im Ostseeresort Olpenitz tut sich endlich etwas in Sachen bislang vernachlässigter Einzelhandel:

Auf insgesamt 950 qm soll ein Lebensmittelladen ( 800 qm) samt Backshop und Gastrobereich (150 qm) im Vorkassenbereich entstehen.

Zwar ist dies erneut gegen die ursprünglich vereinbarte Zulassung von Lebensmittelmärkten bis zu einer Höchstgröße von nur 500 qm – doch Bedenken werden wie gewohnt beiseite gewischt. Schließlich gehört in die Waagschale, dass der Laden ganzjährig geöffnet sein soll. Und , so Lars Braack (SPD):
„Das ist auch von Vorteil für die Bewohner von Olpenitzdorf.“

Wo Licht ist, ist allerdings auch Schatten:

Mit der BPlan-Änderung einher geht auch ein Ausschluss weiterer Lebensmittelmärkte mit mehr als 150 Quadratmetern Verkaufsfläche – ein Umstand, der Michael Schattke (Grüne) sauer aufstieß. Er erkannte darin die Bevorteilung eines Einzelnen – „das könnte uns auf die Füße fallen“. Volker Ramge (CDU) sah das anders, nämlich als „baurechtlich zulässige Einschränkung der Planung“.

Quelle: shz/Schleibote, 2.8.2016

Wie geht es weiter, wenn…

… es denn weitergeht? In Sachen Olpenitz und der Frage nach dem richtigen Umgang mit der Abwasserentsorgung der geplanten 82 Wohnungen in vier Gebäuden bleibt es weitestgehend ergebnislos:

olp

Die gestrige Krisensitzung brachte nun nach Angaben von Bürgermeister Heiko Traulsen zunächst keine substanziellen Entscheidungen. Traulsen machte keine Angaben über konkrete Gesprächsinhalte – nur so viel: „Die Anwesenden einigten sich auf Parameter, die noch nachgearbeitet werden müssen – und zwar bis Montag.“ Dann nämlich will man sich wieder treffen, allerdings in einer etwas anderen Zusammensetzung, und bis Dienstag soll laut Traulsen feststehen, „ob und wenn ja welches Einvernehmen erteilt werden kann oder eben auch nicht“.

 

Quelle: Schleibote/24.06.2016